Bei meinen Influencer Marketing Projekten werde ich oft gefragt: Und mit wem sollen wir arbeiten? Das ist so eine Frage. Viele konzentrieren sich auf die großen Influencer mit viel Reichweite, oft ist es aber ratsamer jene zu suchen die in einer Nische sitzen oder besonders gute visuelle Inhalte produzieren oder jene die einfach mit anderen Mitteln die Zielgruppe gut erreichen. Während wir sehr viel Zeit darin investieren die passenden Influencer zu finden stellt sich dann die Frage, ob auch dieser zu unseren Kunden, der Kampagne oder dem Projekt passt. Coole oder besonders geschmackvolle Fotos auf Instagram zu haben ist nicht unbedingt ein Kriterium für unsere Wahl – das hängt einfach komplett von dem ab was man damit erreichen möchte.

Es gibt aber zahlreiche Fragen die man sich stellen sollte, wenn man einen Influencer auswählt.

Bedient der Influencer die Kanäle so, dass ich mein Ziel erreichen kann?

Bei der Arbeit mit Influencern ist es wichtig Ziele zu haben, die genau definiert werden müssen – oft auch mit dem Influencer selbst. Die Frage ist ob man diese auch mit diesem Influencer und seinen Kanälen erreichen kann. Mit einem starken (stark, heißt nicht unbedingt groß) Instagrammer eine Blog-Kampagne zu machen, wird womöglich wenig Sinn machen. Außer ich habe noch ein paar Nebenziele die vielleicht passen könnten. Die Kanäle in denen der Influencer agiert, müssen zum Ziel passen.

 

Spricht der Influencer meine Zielgruppe an?

„Die ist 20, also spricht sie die 20-Jährigen an“ BUUUUZZZZZZZ! Nein! So ist es nicht. Wen sie anspricht muss man sich genauer ansehen. Eine Annahme zu treffen macht keinen Sinn. Die Frage ist: Spricht der Influencer die Zielgruppe an oder nicht – da muss man einfach etwas Zeit investieren.

Hat der Influencer eine Emotion mit meinem Produkt?

Das finde ich oft das Interessanteste. Man lässt einen Menschen sein Produkt präsentieren, aber sieht sich gar nicht an ob die Emotionalität dazu auch da ist. Das man authentisch ist als Influencer, ist keine Frage. Aber zwischen „ich mag etwas“ und „ ich bin begeistert“ ist ein großer Unterschied. Es darf  ja auch mal eine „Ich finde es furchtbar“ – Emotion sein, wenn es zur Kampagne passt. Aber irgendwo muss ein Gefühl her das transportiert werden muss. Um in meinem Fall zu sprechen: Ich kann in voller Begeisterung ein neues Smartphone oder ein Detox Produkt emotional an meine Zielgruppe bringen, bei einer Handtasche aus Plastik hält sich meine Begeisterung in Grenzen.

 

Kann ich mit dem Influencer auf Augenhöhe arbeiten? Und umgekehrt?

Das ist ein riesiges Thema. Die Frage ist ob man Influencer auch ernst nimmt und deren Arbeit ins eigene Online Marketing einbringt. Das was früher Online Marketing hatte – nämlich dass es von manchen belächelt wurde – passiert jetzt mit Influencer Marketing. Das Problem ist, dass auch ein Influencer das merkt. Man möchte mit ihm arbeiten, weil man vielleicht muss um seine Online- oder Sales Ziele zu erreichen, aber man begegnet dem nicht auf Augenhöhe. Umgekehrt gibt es auch den Fall, dass Influencer sich als professionell sehen, aber dann nicht auf Augenhöhe dem Kunden umgehen. Wenn das nicht geht, sollte man sich in meinen Augen fragen, ob man dann überhaupt zusammenarbeiten sollte.

Bringt sich der Influencer ein? Will ich das?

Die besten Kooperationen die wir für unsere Kunden bisher gemacht haben, waren jene wo auch die Influencer mit uns ständig in Kontakt waren. Nicht nur aus der Seite als Agentur sondern auch von Influencer gabs dann viel Input. Was die Kampagne, Ideen, Produkt & Co betroffen hat. Ich persönlich finde das großartig wenn wir wirklich ständig im Kontakt sind und wir ständig Feedback bekommen. Ich arbeite auch am Liebsten mit diesen Influencern zusammen da wir dann sofort reagieren können. Sieht man, dass ein Produkt doch noch etwas Anpassung braucht, die Kampagne noch verbessert gehört, der Influencer noch in der Produktentwicklung mitarbeiten möchte usw.? Die Frage ist ob man das überhaupt will – von zwar beiden Seiten.

 

 

 

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