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Micro Influencer Suchen und finden

Wer sich mit Influencer Marketing befasst, erkennt schnell, dass einer der Kernbereiche die Auswahl der Influencer ist. Je nachdem wie viel Zeit und Muße man hier einsetzt, desto erfolgreicher wird eine Zusammenarbeit.

Oftmals wird versucht durch sogenannte Influencer Tools und Plattformen die investierte Zeit zu verkürzen, meistens mit mäßigem Erfolg – vor allem, wenn es um Micro Influencer geht.

Warum Plattformen da oft nict dir richtigen Influencer finden ?

Weil oft der Micro Influencer, den man braucht nicht auf einer Plattform registriert ist,  von der Plattform durch die allgemeine Ausrichtung nicht als relevanter Micro Influencer erkannt wird oder sich der Nutzer selbst nicht als Influencer sieht. Deswegen muss man sich ”händisch”  auf die Suche machen: Man hat das Know-how über das Thema, für das man die geeigneten Micro Influencer sucht, erkennt die wahren Influencer und kann schnell eine persönliche Beziehung zum Influencer aufbauen, indem man ihn direkt anschreibt.

Warum es auf Instagram besonders einfach ist Micro Influencer zu finden

Vor allem Instagram bietet alle Möglichkeiten die man benötigt, um kostenlos passende Influencer zu finden und diese auch gleich zu kontaktieren. Dafür braucht man kein Tool und muss auch keine zusätzlichen Kosten auf sich nehmen. Allerdings braucht man Zeit. Diese kann man aber sehr produktiv nutzen,  da  man auch während der Influencer Recherche inspirierende Themen für den eigenen Content Stream findet, die Community besser kennenlernt und auch Kunden als auch Influencer erkennen und folgen kann. Es zahlt sich einfach aus.

Wie erkenne ich den passenden Micro Influencer auf Instagram?

Weiß ich das Ziel meines Influencer Marketings und wohin die Reise gehen soll, dann heißt es nur eines:

Recherche, Recherche, Recherche.

Der Trick bei der Recherche auf Instagram ist es sich von den großen Influencern zu den kleinen zu hanteln. Das bedeutet erstmal auch die großen Player zu recherchieren. Das schafft man meistens mit einer Suche auf Google, Youtube oder Pinterest recht schnell.

Um das besser zu erklären und die verschiedenen Schritte zu aufzuzeigen, möchte ich hier ein Beispiel mit durcharbeiten. Dazu habe ich beschlossen ein paar Micro Influencer zum Thema Zero waste  in Österreich zu finden.

Warum dieses Thema?

Weil ein Nischenthema natürlich schneller zu relevanten Ergebnissen führt als ein sehr breit gestreutes Thema, wie z.B. Alltagsmode zum kleinen Preis.

1. Verschaffe dir eine Übersicht der relevanten Micro Influencer

Meine Google Suche nach “zero waste blogger österreich” ergibt schnell einen Blogpost von Zero Waste Austria  und ich kann mich recht rasch für ein paar Influencer entscheiden die mein Thema gut bedienen könnten. Dazu gehört neben Influencerin Dariadaria auch einige kleinere Blogger die sich mit dem Thema beschäftigen – perfekt. Schnell zum Footer des Blogs gescrollt gehts gleich mal auf die jeweiligen Instagram Accounts und Postings um mal zu schauen wie sie so arbeiten, was sie teilen und wie sie sich selbst auf Instagram präsentieren. Instagram Stories anzusehen ist ein guter Tipp um ein Gefühl für den Menschen hinter dem Account zubekommen.

So findest du passende Micro Influencer auf Instagram #followaugust #influencermarketing Klick um zu Tweeten

Um auf mehr Accounts zu kommen, die ähnliche sind, kannst du einfach auf den Pfeil auf Instagram klicken – schon zeigt dir Instagram ähnliche Profile, an die du dir ansehen kannst. So kann man Instagram durchforsten und kommt auf verschiedene Profile, die man sonst vielleicht nicht gefunden hätte.

Weiters ist es sinnvoll sich auch jene Accounts anzusehen, welche von einem für dich interessanten Account gefolgt wird. So kann man viele Micro Influencer entdecken die sich gegenseitig inspirieren.

Eine zusätzliche Variante ist natürlich das Thema Hashtag. In meinem Fall ist der Hashtag recht klar: Unter #zerowasteaustria finde ich einige  Postings und Accounts zu dem Thema, aber nur unter der Voraussetzung, dass sie diesen Hashtag auch verwendet haben. Bei #zerowaste habe ich die ganze Welt in meiner Ansicht und somit wird die Recherche für Österreich etwas schwierig. Trotzdem hilft es mir vor allem auch Accounts zu finden die nicht immer #zerowaste betreiben aber, für die es wichtig ist und die eine interessierte Community haben – auch für andere passende Themen. Meistens findet man so auch seine potenziellen Kunden, die sich nicht selbst als Influencer sehen, sondern eher einfach sich für das Thema begeistern.

2 Follower Anzahl und Budgetfragen

Grundsätzlich ist die Follower Anzahl nicht so wichtig wie die Engagement Rate. Trotzdem sagt mir die Follower Anzahl einfach, in welcher Preiskategorie ich mich in etwas befinde und damit auch, ob mein Budget ausreicht. Mit der Anzahl der Follower kann ich die Influencer katalogisieren und nach der potenziellen organischer Reichweite sortieren.

Ich habe mich in meinem Fall für die Micro/Mid Influencer Judith-Grass, EinjahrimGlas und Vanillaholica entschieden. Die Fotos sind ansprechend, die Anzahl der Follower für meine Zwecke gut und ich finde die drei Accounts decken das Thema aus verschiedenen Perspektiven gut ab.

3 Engagement Rate – wie finde ich sie schnell heraus

Nachdem für mich besonders die Inhalte wichtig sind, sehe ich mir genauer an, wie diese gestaltet sind:  Ist viel Text dabei (wichtig!), sind die Fotos ansprechend, wie oft wird gepostet, was schreiben die User darunter, wie interagiert die Instagrammerin mit den Usern,  wie sieht es mit der Engagement Rate aus, usw.

Mit einer einfachen Suche bei einem kostenlosen Tool wie z.B. Ninjalitics  (Dieses habe ich erste heute entdeckt und kann ich eindeutig empfehlen)  sehe ich gleich, wie es mit der Engagement Rate aussieht.

Achtung: Wenn nach diesem Profil nicht eher gesucht wurde, dann werden die anderen Daten die das Tool anzeigen kann erst nach 24 Stunden angezeigt.

Aber was man gleich sieht:  Die Engagement Rate ist bei allen dreien sehr gut. Was man auch erkennt: Sie sinkt mit der Anzahl der Follower – was aber logischerweise so sein muss. Was schön an Ninjalitics ist: Das System zeigt mir gleich, ob das normal, unterdurchschnittlich oder überdurchschnittlich im Vergleich zu ähnlichen Accounts ist. So hat man ein Anhaltspunkt (das ist aber kein einzelnes Kriterium, an dem es gemessen werden sollte, da natürlich die ähnlichen Profile automatisiert ausgesucht werden und vielleicht gar nicht ähnlich sind – also aufpassen)

Fertig! Wenn alles gut gegangen ist, hast du nun eine Auswahl an potenziellen Instagram Micro Influencern für dein Thema gefunden und kannst nun die nächsten Schritte machen.

Woran erkennst du, dass du die richtigen Influencer ausgewählt hast?

Sobald du deine Influencer-Auswahl gemacht hast: Schreibe sie an! Schicke ihnen die Informationen zu deinem Produkt/Brand und schaue, wie die Reaktion ist. So erkennst du sofort, ob jemand Interesse hat, schon begeistert ist oder einfach keine Lust auf Kooperationen hat. Danach startet die Beziehungsanbahnung, weitere Recherche, Content Pläne und mehr. Ob das die richtige Wahl ist, merkt man beim Aufbau der Beziehung. Mit dieser Suche hast du aber einen ersten Schritt gemacht um schon die Weichen richtig zu stellen.


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Klassische Werbung im TV und Plakate reichen schon längst nicht mehr aus. Und auch Banner und Sponsored Posts genügen nicht mehr, um eine Zielgruppe zu erreichen und ein Produkt zu vermarkten. Ein neue Möglichkeit der Vermarktung sind die sogenannten Online Influencer.

Wie das am Besten geht und worauf man dabei achten sollte, darum geht’s in unserem heutigen AUGUST Blogpost.

Doch was ist ein Influential Blogger überhaupt? Dieser ist eine Art Online Influencer, der mit seinem Blog auf unterschiedlichen Kanälen, wie zum Beispiel Youtube, Instagram oder Facebook vertreten ist. Sie zeichnen sich durch eine hohe Anzahl an aktiven Followern aus und haben somit auch ein große Reichweite innerhalb ihrer Zielgruppe. Wie der Name schon sagt, beeinflussen sie durch ihre Blogbeiträge und Posts ihre Leser bei Entscheidungen.

Dahinter steht eine große Chance, potentielle Kunden ohne klassische Werbung zu erreichen. Doch nicht nur Luxus-Labels und große Einkaufsketten können mit Bloggern zusammenarbeiten. Auch für kleine Marken und Geschäfte gibt es die Möglichkeit mit Online Influencern zu kooperieren. Obwohl diese Form des Marketings vor allem in der Fashionbranche weit verbreitet ist, entdecken auch immer mehr andere Unternehmen aus anderen Bereichen diese Sparte für sich. Zum Beispiel Pflegeprodukte, Interior und Reiseanbieter.

Es gibt jedoch einige Dinge, auf die man unbedingt achten sollte, bevor man an eine Kooperation mit einem Influential Blogger denkt:

Die Zielgruppe muss passen

Hat der Blogger die richtige Zielgruppe für meine Produkte? Passen unsere Zielgruppen zusammen? Erreicht der Blogger auch die von mir gewünschten Personen?

Das sind Fragen, die sich jeder stellen sollte, bevor er sich für eine Kooperation mit einem Blogger entschließt. Dabei hilft es, sich anzusehen, welche anderen Produkte oder Marken der Influencer noch promotet. Das Unternehmen kann schon mal das Interesse des Bloggers an einer Zusammenarbeit abgeschätzt werden, und auch ob dessen Blog der richtigen Produktrichtung entspricht.

Vorab muss ein genaues Ziel definiert werden

Vor einer Zusammenarbeit oder Kooperation muss unbedingt ein genaues Ziel definiert werden, damit der Blogger sieht, was von ihm erwartet wird. Das Unternehmen kann anschließend den Erfolg der Zusammenarbeit messen und bei anschließend über weitere Kooperationen verhandeln.

Man braucht eine konkrete & kreative Idee

Je weniger sich der Influencer selbst überlegen muss, umso besser. Als Auftraggeber sollte man einen klaren Plan von dem haben, wie die Kooperation aussehen soll. Wieviele Posts wollen wir? Welchen Text soll der Blogger unter die Instagram – Fotos stellen? Welches Gefühl sollen die Bilder vermitteln? Wenn es bereits eine kreative Idee gibt, weiß der Blogger, wonach er sich richten soll und er bekommt ein klares Bild von dem Auftrag.

 

Wir stellen euch nun kurz die 4 häufigsten Arten vor, wie Blogger Produkte und Marken promoten und worauf man dabei als Unternehmen achten sollte.

Klassischer Blogpost:

Eine Möglichkeit für einen Blogger ein Produkt zu promoten, ist ein klassischer Blogpost. Dieser wird auf dem Blog veröffentlicht und anschließend auf den diversen sozialen Netzwerken geteilt. Unternehmen können diesen Content nutzen und auch ihre eigenen Kanäle damit bespielen und ihr bereits vorhandenes Netzwerk zu erreichen.

Online – Video:

Für Blogger, die einen YouTube Kanal haben, gibt es auch die Option Videos über ein oder mehrere Produkte zu veröffentlichen. Auch auf den meisten Blogs können die Influencer Videos hochladen. Da in einem Video meist mehrere Produkte vorgestellt werden, sollten dafür die besten und auffälligsten Produkte einer Marke an den Blogger geschickt werden, um sich von den anderen abzuheben und herauszustechen.

Look – Book:

Natürlich kennen die meisten diese Look – Books aus der Fashion Branche. Aber im Prinzip kann man solche Look Books auch mit vielen anderen Produkten machen. Dabei werden mehrere Fotos mit unterschiedlichen Produkten einer Marke gemacht und diese in einem Buch zusammengefügt. Da dies eine größere Form der Zusammenarbeit erfordert, stärkt das auch die Beziehung zwischen dem Blogger und dem Unternehmen.

Exklusive Events:

Wer freut sich nicht über eine persönlichen Einladung zu einem exklusiven Event? Auch Blogger werden gerne eingeladen. Egal ob zu Pre-Shopping Events, Produktvorstellungen oder Presseterminen für Blogger. Von diesen Veranstaltungen werden dann Fotos und Videos gemacht und auf den privaten Kanälen der Blogger verbreitet. Dies führt wieder zu mehr Reichweite und lässt die Bekanntheit einer Marke wachsen.

Egal für welche Art der Zusammenarbeit man sich als Unternehmen entscheidet, wichtig ist, vorab ein klares Ziel zu haben und seine Zielgruppe zu kennen. Somit können die optimalen Blogger ausgewählt und eine zielgruppenorientierte Promotionkooperation geplant werden.

 

Noch Fragen, auf der Suche nach Hilfe bei der Wahl der richtigen Influencer oder jemanden der ein gutes digitale Konzept erstellt?  Wir übernehmen das gerne! Einfach per E-mail an office@august.at wenden.