Es ist ein schwieriges Thema, das seit Monaten in der Blogger- und Influencerbranche diskutiert wird: Die Kennzeichnungspflicht. Sind andere Medien, wie Magazine oder TV-Sender bereits seit längerer Zeit dazu verpflichtet, werbliche Inhalte zu kennzeichnen, so blieben Blogger und Influencer lange Zeit verschont. Doch durch das rasante Wachstum der Influencerbranche und negativen Entwicklungen sollen durch die Kennzeichnungspflicht vor allem die Konsumenten geschützt werden. Im Netz kursieren dabei viele unterschiedliche Tipps & Tricks, Richtlinien, Regelwerke und Co. – dabei kann man schon leicht den Überblick verlieren, was man darf und was nicht.

In diesem Beitrag erfährst du, welche deiner Inhalte du überhaupt kennzeichnen musst, und du wie diese dann richtig kennzeichnest.

Was muss ich kennzeichnen?

Kennzeichnen musst du all jene Inhalte, für die du eine Gegenleistung erhältst (egal ob Geld, Dienstleistung oder Produkte) oder die einen werblichen Zweck verfolgen. Puh – was heißt das jetzt genau? Egal, ob du eine bezahlte Partnerschaft mit einem Unternehmen hast, bei dem du für deine Beiträge Geld bekommst oder ob du eine Kooperation eingehst, bei der deine Leistung mit Produkten, Dienstleistungen (z.B. Friseurbesuch), Gutscheinen oder bezahlten Reisen entlohnt wird: All das muss gekennzeichnet werden, da die Inhalte dazu nicht aus deinem rein redaktionellem Interesse entstehen. Somit haben sie einen werblichen Charakter. Aber auch wenn du keine Gegenleistung bekommst,  Produkte oder Marken aber bewusst „anpreist“ und diese im Vordergrund der Beiträge stehen, ist es Werbung. Denn damit verfolgst du die Absicht, für diese Produkte oder Marken bei deiner Community zu werben.

Einzige Ausnahme ist es, wenn du Produkte selbst kaufst und wenn du diese nur nebenbei auf deinen Kanälen vorstellt, ohne sie in den Vordergrund zu heben: Dann ist es keine Werbung. Doch durch deine persönliche Wertung beeinflusst du automatisch die Meinung deiner Follower zu Gunsten einer Marke.

Du sieht also: Es ist ein sehr schmaler Grat zwischen der Entscheidung, ob es sich um Werbung handelt oder nicht. Wenn du dir nicht 100 % sicher bist, empfehlen wir dir Inhalte, die in irgendeiner Weise mit einer Marke verbunden sind, als Werbung zu kennzeichnen. So bist du immer auf der sicheren Seite 😉

Wo muss ich die Beiträge kennzeichnen?

Egal ob auf Instagram, Facebook oder am Blog – du musst überall kennzeichnen. Dabei ist es wichtig, dass der werbliche Charakter hinter den Inhalten auf den ersten Blick erkennbar ist. Es reicht also nicht, einen Beitrag am Ende eines Textes als Werbung zu kennzeichnen. Also entweder Inhalte direkt zu Beginn mit dem Begriff [WERBUNG] oder, wenn ihr Hashtags verwendet, den #werbung als ersten Hashtag setzen.

Wie kennzeichne ich richtig?

 

1.Es ist immer Werbung (fast immer)

Egal ob bezahlt, Sample oder selbstgekauft. Am sichersten ist es, Markennennungen immer mit „Werbung“ oder „Anzeige“ zu kennzeichnen. Und zwar unabhängig davon, ob du ein Produkt zugeschickt bekommst, eine bezahlte Kooperation hast oder zu einem Event / einer Reise eingeladen wurdest, weil du ja trotzdem immer für ein Produkt / eine Marke wirbst.

„Anzeige wegen Markennennung“ – diese Passage liest man in letzter Zeit öfter. Du kannst sie dann verwenden, wenn du dir ein Produkt selbst kaufst und darüber ohne werbliche Absicht und aus reinem redaktionellen Interesse darüber berichtest. So drückst du aus, dass du zwar nicht explizit Werbung für das Produkt machst, das Unternehmen jedoch von deinen Aussagen profitieren kann. Schlupflöcher bieten Formulierungen wie [Sponsored by] oder [Gesponsert], wobei man hier eine Grauzone betritt und die Korrektheit dieser Kennzeichnung umstritten ist. Mit der Kennzeichnung durch [Werbung] ist man auf jeden Fall immer auf der sicheren Seite, egal um welche Art der Kooperation und Gegenleistung es sich handelt. Zwingend ist diese Form der Kennzeichnung, wenn du für deine Inhalte von Unternehmen einen finanzielle oder materielle Gegenleistung erhältst. Unzulässige Kennzeichnungsmöglichkeiten sind hingegen vor allem Begrifflichkeiten, wie beispielsweise [Ad], [In Partnerschaft mit] oder [Powered By].

 

2. Produktplatzierung und Dauerwerbesendung bei Video-Content

Besonders auf YouTube, Snapchat und Instastories (also alle Video-Formate) kann die Kennzeichnung durch [Dauerwerbesendung] durchaus nützlich sein. Um nicht jede Instastory oder nach jedem Cut das Textfeld [Werbung] einfügen zu müssen, reicht es, wenn du am Beginn der Aufnahmereihe den Begriff [Dauerwerbesendung] einblendest. Wenn auf eine Reise / Event eingeladen wirst, aber keine Bezahlung erhältst und die Reise / Event einen Wert unter 1.000 € hat und du nicht den Veranstalter, eine Location oder ein Hotel in den Vordergrund stellst, reicht dabei auch die Kennzeichnung durch [Produktplatzierung]. Bewirbst du explizit eine Marke (Veranstalter, Hotel, Fluglinie, etc.) musst du jedoch wieder mit [Werbung] kennzeichnen. Neben Reisen kann auch bei zur Verfügung gestellten Produkten die einen Wert unter 1.000 € aufweisen [Produktplatzierung] verwendet werden. Auch hier zählt das nur, wenn das Produkt nicht im Vordergrund steht, sondern es lediglich „sichtbar“ für die Follower ist. Bei Fokus auf das Produkt oder eine Marke ist wieder die Kennzeichnung durch [Werbung] nötig.

 

3. Das Insta-Feature „In Partnerschaft mit“ reicht nicht aus

Wie dir sicher bereits aufgefallen ist, gibt es auf Instagram seit einigen Monaten die Funktion Postings und Stories mit „In Partnerschaft mi“ zu kennzeichnen. Damit reagiert Instagram auf die steigende Nachfrage nach einer geregelten Kennzeichnung auf sozialen Netzwerken. Jedoch reicht der Einsatz dieser Funktion nicht aus, um rechtlich abgesichert zu sein. Um hier ganz sicher zu gehen, sollte man als immer den Zusatz #werbung am Beginn des Beitrages hinzufügen.

 

4. Die richtige Platzierung

Auch die richtige Platzierung der Kennzeichnung sollte beachtet werden. Wenn du z.B. direkt im Text deines Postings das Wort *Werbung einfügst, sollte das entweder zum Beginn oder am Ende stehen, da die Anzeige ansonsten versteckt wirkt. Wenn du den Hashtag #werbung verwendest, sollte dieser unter den ersten 2 Hashtags sein, damit die Kennzeichnung klar erkennbar ist. Bei Werbung in den Stories oder auf IGTV kannst du das entweder ins Video sprechen, den Text „Werbung“ einfügen oder eines von Instagram zur Verfügung gestellten GIFs für deine Anzeige verwenden.

 

5. Die richtige Sprache

Prinzipiell gilt, dass Werbung immer in der Sprache des Landes, in dem man werblich tätig ist, gekennzeichnet werden muss und da wir alle (oder zumindest die meisten von uns) im deutschsprachigen Raum arbeiten, muss auch unsere Kennzeichnung auf deutsch erfolgen. Solltest du viele Follower aus anderen Ländern haben, kannst du auch die Kennzeichnung in einer anderen Sprache hinzufügen, wie z.B. #anzeige #ad. Die alleinige Verwendung von #ad #advertisement oder #sponsored ist nicht zulässig. Die Sprachwahl deiner Kennzeichnung ist auch davon abhängig, welche Sprache der Großteil deiner Follower spricht. Hier kann es sein, dass auch die Kennzeichnung sogar in zwei Sprachen machen musst.

Und sonst noch so?

 

In unserem 2018 veröffentlichen Influencer Kodex haben wir eine genau Auflistung, wie man als Influencer sein Beiträge richtig kennzeichnet. Auch wir sind keine Rechts-Experten. Deshalb empfehlen wir bei sehr heiklen Fällen sicherheitshalber einen Juristen zu Rate zu ziehen. Trotzdem ist es wichtig, immer auf dem Laufenden zu bleiben, um sich möglichst flexibel an neue Änderungen anpassen zu können.

Hier gibt’s ein paar Tipps auch als Checkliste zum Download!

 

Follow my blog with Bloglovin

Blog Kennzahlen sind ein leidiges Thema für uns alle. Und während uns allen bewusst ist, warum wir diese brauchen, wir mit Google Analytics arbeiten und auch die Kennzahlen alle beim Namen nennen können, stellen wir uns dann doch die Frage: Was machen wir nun damit? Daten und Zahlen zu sammeln ist der erste Schritt, der zweite ist es, diese dann auch zu verstehen. Aber der wohl wichtigste Schritt ist es, diese auch noch so zu deuten, dass man sie erfolgreich einsetzen kann. Denn wofür sollen wir das denn sonst machen? Nur, um in einem MediaKit irgendwelche Zahlen zu nennen, die auch noch unvollständig sind und kaum einen Sinn machen, brauchen wir uns damit nicht wirklich großartig auseinandersetzen.

Deswegen habe ich mir in diesem Blogpost die Aufgabe gestellt euch ein paar Schritte aufzuzeigen, wie ihr aus euren Zahlen nicht nur schlau werdet, sondern aus diesen gewonnenen Erkenntnissen euren vorhandenen Content verbessern und auch weiteren guten Content erstellen könnt.

Kennzahlen, die für deinen Content relevant sind

Es gibt viele Kennzahlen, die du für deinen Blog im Auge behalten solltest. Für die Inhalte sind vor allem diese Kennzahlen aus Google Analytics ein guter Hinweis, um weiteren Content zu erstellen oder Content zu verbessern:

  • Unique Visits
  • Bounce Rate
  • Interessen
  • Standort

Ich möchte mich heute vor allem auf die ersten zwei konzentrieren und dir zeigen, wie du deinen vorhanden Content verbesserst bzw. sinnvoll erweitern kannst.

Deine besten Blogposts herausfiltern

Ein guter Blog wird vor allem eines: gelesen. Das heißt im Klartext: Die Bounce Rate (auch Absprungrate genannt) ist relativ niedrig, die Verweildauer auf den Seiten recht hoch und am besten bleibt der Leser nicht nur auf einem Blogpost, sondern liest auch gleich weitere Artikel, meldet sich zum Newsletter an oder schenkt deinem Blog auf eine andere Art und Weise Aufmerksamkeit. Oftmals haben wir allerdings Blogposts, die zwar viele Leute anziehen – weil das Thema gut ist, der Titel interessant klingt oder weil man einen Nerv mit dem Thema getroffen hat. Allerdings ist die Bounce Rate relativ hoch, weil man die Leute nicht weiter auf dem Blog behält.

Das hat meistens damit zu tun, dass man am Blog keine Incentives hat, welche die Leute dazu animieren, weitere Seiten anzusehen. So kommt es oft vor, dass die Bounce Rate bei Blogs über 70% liegt und damit auch die Gelegenheit verpasst wird, einen Leser enger an sich zu binden. Wer z.B. nur wenige wiederkehrende Besucher hat, aber dafür viele, die das erste mal auf den Blog gelangen, der verpasst offensichtlich Chancen, Blogleser öfter auf seinen Blog zu ziehen und damit eine stärkere Bindung zur eigenen Community aufzubauen. Diese Blogposts haben aber auch ein hohes Potential durch Verbesserungen (teilweise kleine Dinge) einfach mehr Leser anzuziehen und auch die Verweildauer am Blog zu erhöhen.

 

Gehe in dein Google Analytics Dashboard:
Klicke Verhalten >> Websitecontent >> Alle Seiten
Ordne deine Daten nach “Absprungrate” indem du einfach auf den Titel der Zeile klickst
Klicke auf “erweitert”, wähle “Einzelne Seitenaufrufe” mehr als z.B. 500 und anschließend auf “Anwenden”

Nun hast du die Liste deiner Blogposts mit den meisten Seitenaufrufen nach Absprungrate sortiert.

Du kannst nun für jeden beliebigen Zeitraum diesen Test machen und dir deine Blogposts genauer ansehen, um herauszufinden, ob du etwas tun könntest, um deine Leser länger in deinem Blog zu behalten oder andere Möglichkeiten anzubieten, um mit dir in Kontakt zu bleiben.

5 Gründe warum deine Leser vielleicht nicht weiterlesen

  1. Der Blogpost hat zu wenig Inhalt & löst kein Problem
  2. Die Struktur deines Blogposts ist nicht klar genug für den Leser
  3. Du verweist nicht auf andere Blogposts, die dazu passen könnte
  4. Deine “Ähnliche Beiträge” passen nicht zum Blogpost
  5. Du hast keinen “call to action” unter deinem Post

Blogpost verbessern oder zusätzliche Posts schreiben?

Ich würde sagen beides. Wenn du erst einmal deine Blogposts herausgefiltert hast, die schon viel Aufmerksamkeit bekommen, aber nicht das für dich tun, was du gerne hättest, solltest du im ersten Schritt den Blogpost überarbeiten. Das kann durch die Verbesserung des Inhaltes erfolgen oder durch Anpassung, ein Update, usw. Dadurch kannst du diesen Post auch wieder über deine sozialen Netzwerke teilen und wieder mehr Leser auf deinen Blog ziehen. Wenn du nach einiger Zeit wieder dein Google Analytics Account überprüfst, kannst du dann auch sicher Veränderungen erkennen, die mit deiner Optimierung zu tun haben. So siehst du auch gleich, ob du deine Zielgruppe gut mit den Anpassungen abholst.

Wenn das getan ist, frage dich, durch welche weiteren Inhalte du diesen schon sehr gut rankenden Blogpost erweitern könntest. Welche Blogposts könntest du zu diesem älteren Post schreiben, die gute Zusatzinformationen bieten. Was könnte deine Zielgruppe noch interessieren (da macht es auch Sinne einen Blick in Google Analytics zu werfen)? Überlege dir, wie du von dem alten Post zu neuen Inhalten verlinken könntest, um hier deinen Lesern alle Infos zum Thema bereitzustellen.

So kommst du nicht nur zu mehr relevanten Inhalten, sondern du kannst auch gleich erkennen, wie deine Zielgruppe mit den neuen Inhalten zurecht kommt. Animiere sie dazu, unter den Beitrag zu kommentieren, um weitere Ideen für relevante Inhalte zu bekommen oder einfach um zu wissen, ob du damit eine Fragestellung, die sie hatten, beantworten konntest.

 

Wie macht ihr das mit den alten Blogposts? Wie findet ihr neuen Content? Macht ihr Updates von euren alten Blogpost?

Hat dir dieser Blogpost gefallen? Dann teile ihn mit deinen Freunden & Followern! Sharing is Caring 😉 Ich freue mich!

 


“Was ist bitte ein Blog?” Als ich meinen eigenen Blog gestartet habe, war es noch so, dass keiner wusste was ein Blog ist. Wir haben diskutiert, ob es der oder das Blog (letzteres ist zwar korrekt, aber auf das konnte ich mich nicht einlassen) und darüber, ob wir nun ein Tagebuch online stellen oder ein Blogazine sind. Die Anzahl der Mit-Diskutantinnen war klein, aber höchst interessiert und wir wussten alle nicht, wo die Reise hingehen würde. Wir hatten aber alle das Gefühl Teil einer (R)Evolution zu sein, die das Internet und unser Leben verändern würde und wir sollten damit auch recht haben. Die Neugierde und Spannung die ich damals in mir gespürt habe, ist etwas, dass ich nie vergessen werde. Vor allem weil es mein Leben nachhaltig geprägt hat.

Denn mein Blog war meine Technik- und Marketing Spielwiese in einer Zeit, wo es keine Blogger-Kurse gab und wo man noch alles glauben konnte, was man im Internet gelesen hat (zumindest die technischen Beurteilungen und Tipps rund um den eigenen Blog). Aber wir hatten uns und wir haben so gut wie alles geteilt – die paar “Assis”, die damals noch dachten, dass wir auf bestimmte Dinge, wie wir unsere Blogs verbessern können,nicht von selbst drauf kommen können, und es uns auch nicht verraten haben – die gab’s damals natürlich auch noch. Aber grundsätzlich war das keine nennenswerte Menge und im Grunde war uns das egal: Wir waren jung und wir brauchten die (R)Evolution, oder so.

Und diese Revolution brachte viele lustige, verstörende, erschreckende und freudige Geschichten mit sich. Einige davon möchte ich mal teilen, weil sie noch immer interessant sind, weil es sicher den gleichen Fall noch immer gibt. Und vor allem, weil sie euch vielleicht helfen können mehr in dem Blogger-Business zu sehen, als ihr jetzt gerade so seht.

Der erste Blogger Lunch und die Erkenntnis, dass es wunderbare Menschen gibt

“Wir treffen uns im Café Leopold auf der Terrasse.” Mein Herz hat Sprünge gemacht und konnte es nicht erwarten die anderen Blogger kennenzulernen. Gleichzeitig zu diesem Gefühl war ich allerdings sicher, dass ich Probleme haben würde: Ich, die grundsätzlich fast nur Männer als Freunde hatte, hatte Sorge, ob ich einen Tisch mit so vielen Frauen aushalte. Dass ich mich mit ihnen super verstehen würde, war irgendwie ausgeschlossen und trotzdem wollte ich dem eine Chance geben. Es gab einen Moment bei dem Treffen an dem alle am Tisch saßen – ich glaube wir waren 20 Leute – bei dem ich jeden ins Gesicht sah, und es nicht fassen konnte: Alles sympathisch und hilfsbereit – eine Gruppe zum Wohlfühlen. Das ganze passierte vor dem zweiten Fashioncamp und seitdem bin ich überzeugt, dass die meisten der Menschen, die einen Blog haben wollen einfach wunderbar sind.

Learning: Gehe deiner Leidenschaft nach, auch wenn sie nur wenige mit dir teilen.

Btw.: Wer einen ähnlichen Moment erleben möchte – das Fashioncamp findet jedes Jahr statt. 2018 im November. Hier gibt’s die Tickets!

Die erste Abmahnung – Juristen puh!

“Frau Egger, hier ein eingeschriebener Brief für Sie.” Nachdem ich unterschrieben hatte, war ich sehr gespannt, was da drinnen ist. “Wahrscheinlich bin ich mal wieder 2 km/h zu schnell gefahren oder ähnliches”, dachte ich. Als ich es geöffnet habe, befand sich drinnen ein Brief von einem deutschen Anwalt. Ich hätte von einer kostenlosen Plattform ein Bild von einem Fotografen verwendet und kein Copyright hineingeschrieben. Dazu angehängt war ein Ausdruck mit dem Screenshot meines Blogs, auf dem ersichtlich war, dass ca. 2 Zeilen weiter unten ein © mit dem Namen des Fotografen inklusive Link zu sehen war. Uff, dachte ich – und nahm schon den Hörer in die Hand um gleich den Anwalt anzurufen. Den Anwalt oder die Sekretärin habe ich dann nicht erreicht, sondern nur ein Band “Wir sind gerade beim Diktat. Bitte rufen Sie später an”. Als es piepst, lege ich auf, weil ich es nochmal hören wollte: “Hat die Stimme gerade wirklich Diktat gesagt?” Ja, hat sie und ich konnte es nicht glauben – eine Lachnummer im 21. Jhdt.

Was kam dann?

Ich sprach nach dem xten mal dann doch auf’s Band und bekam natürlich keinen Rückruf – das Diktat dauerte etwas länger. Ich habe in der Woche dann öfter angerufen. Bis ein erneuter Brief eintrudelt in dem plötzlich nicht mehr stand, dass ich kein Copyright angegeben hätte, sondern mein Blog kommerziell wäre. Kommerziell? Was heißt kommerziell? Das war noch zu Zeiten, wo mein Blog in den Kinderschuhen war und ich angestellt war. Mein nächster Anruf war der bei meinem Anwalt – immerhin verstehen die sich ja untereinander am besten. Der hat dann dem Herren einen Brief geschrieben – danach habe ich nichts mehr von dem deutschen Anwalt gehört.

Man soll es schon ernst nehmen, aber anscheinend gibt es auch bei dem ehrwürdigen Stand der Juristen schwarze Schafe, die schnelles Geld machen wollen. Jahre später habe ich wieder so etwas bekommen – diesmal berechtigt und ich habe einige hundert Euro bezahlt, andere Kolleginnen ein paar Tausend, weil sie sich nicht rechtzeitig bei dem “Kläger” gemeldet haben.

Learning: Immer sofort das Smartphone in die Hand nehmen und anrufen.

Yeah! Google hat mich gelöscht

“Wenn du versteckte Links machst, dann straft dich Google ab.” Habe ich gehört und dachte mir in meiner unfassbaren Neugierde: “Wie schnell geht das?”

Etwas, was ich vom Internet gelernt habe: Glaube nicht alles, wenn du es nicht selbst ausprobiert hast. Und das ist ein Learning, das bis heute gilt und, das nicht nur für irgendwelche DIY Nifties auf Pinterest. Nach zwei Jahren mit meinem Blog habe ich es dann ausprobiert. “Mal schauen, ob das funktioniert und mein Blog von der Google-Suche ausgeschlossen wird?” Zu der Zeit hatte das sogar die Agentur von BMW Deutschland geschafft, weil sie sich nicht an die Google-Regeln gehalten haben. Es hat ca 2,5 Wochen gedauert und dann war mein damaliger Blog Modeltalk nicht mehr auf Google zu finden: YES! Danach dämmerte es mir, dass ich vielleicht nun etwas mehr Zeit brauchen werde, um das wieder in Ordnung zu bringen. War auch so. Man muss die Technik und die Dinge, die man hört, ausprobieren. Nicht nur, ob es überhaupt funktioniert, sondern auch, ob man es selbst so machen möchte.

Learning: Manchmal muss man Dinge einfach ausprobieren.

Money money money – ABBA im Ohr und Geld in der Kasse

“Anbei schicke ich Ihnen unser Budget und die Rahmenvereinbarungen.” Zum ersten mal habe ich 2011 eine Anfrage bekommen, wo es nicht um’s Budget-Feilschen ging, sondern einfach eine Agentur meinte: Das ist das Budget, das wollen wir – gib Bescheid, ob das für dich passt – WOW! Ich war furchtbar aufgeregt und vor allem irritiert, weil ich zum ersten Mal ein Briefing bekommen habe, das auch wirklich fundiert war. Wer sich fragt, warum man von mir so genaue Briefings bekommt: Das war der Anfang dieser 1000 Überlegungen, wie man Influencer / Blogger am besten brieft.

Abgesehen davon, dass das Budget mit CHF 1000 für damalige Verhältnisse mehr als großartig war, habe ich mich im Anschluss richtig ausgetobt und abgeliefert. Vor allem hatte ich bis zu diesem Zeitpunkt nicht erfasst, dass ich eigentlich mit Content Geld verdienen konnte und nicht nur mit Inhalten auf meinem eigenen Blog. Danach habe ich mich sicher gefühlt, dass ein Blog und das, was ich damit lerne, ein Business werden kann – auch wenn ich mir nicht immer vorstellen konnte, nur das zu machen. Als das Geld dann auch wirklich auf meinem Konto landete, habe ich mir gleich mal meine erste Canon gekauft und wie verrückt angefangen zu fotografieren. Die Fotos habe ich dann auch angefangen zu verkaufen, weil.. tja, weil es eben geht. Das war das ausschlaggebende Projekt, das mir die innere Sicherheit gegeben hat, dass ich mich selbständig machen kann – und das zu einer Zeit, wo ich noch immer erklären musste, was “Bloggen” eigentlich ist.

Learning: Manchmal kommen Anfragen, mit denen man zuerst vielleicht nichts anfangen kann, aber die einem am Ende doch neue Möglichkeiten offenbaren.

Blog Business – Adieu Kuschelmode, Businessmode on

“Hast du schon gehört…?” Was in den letzten Jahren leider passiert ist: Aus dem Kuschelmodus, den es in den Anfängen des Blogger Business gab, ist ein teilweise hartes Geschäft geworden – und das kann auch schon mal unter die Gürtellinie gehen. Im Vergleich zu den Möchtegern-Haien im Agentur-Business geht es natürlich noch immer recht cosy zu. Trotzdem fand ich es recht bezeichnend, als ich vor einigen Monaten immer wieder miterlebte wie jemand unter vier Augen über eine Bloggerkollegin schimpfte und sich im nächsten Moment bei Instagram um ihren Hals schwingte und Herzchen aufblinken lies. WTF. Das sind die Momente, wo man sich fragt: Was ist mit diesem Blog-Business denn los? Das Geld ist los – zumindest sehe ich es so. Aber Geld und Aufträge sollten kein Grund sein, den anderen mit dem Messer in den Rücken zu fallen. Schlecht reden, sagt bekanntlich meistens mehr über einen selbst aus, als über die anderen – nicht? Etwas mehr Kuschelmode zwischen den Bloggern wäre gut – auch zu den neuen Bloggern, die da noch einiges an Unterstützung brauchen.

Blogger sind Content Creators geworden, Freelancer, Boutique Ateliers, Micro-Agenturen – und haben die Möglichkeit eine Branche zum Positiven zu verändern. Auf Augenhöhe, mit guter Leistung und vor allem mit Zusammenhalt. Die “Agenturen” der Zukunft sind wir, so sehen es auch diverse Studien. Also lasst uns daraus auch ein neues, besseres, respektvolles und vor allem positives Miteinander machen – auch wenn wir beim Kunden gegeneinander antreten müssen. Wer ist dabei!?!

 


 

Du bist dir noch nicht sicher, ob du deinen eigenen Blog starten solltest? Wir haben hier die Antwort, warum du das auf jeden Fall tun solltest!

 

 

Blogger werden, aber wie? In den letzten Jahren habe ich einige Workshops zu diesem Thema gehalten und vielen Teilnehmern geholfen ihre Blogs zu starten. Dabei sind mir einige Dinge aufgefallen, die sich für mich im Nachhinein als die Dinge dargestellt haben, die entscheiden, ob jemand erfolgreich seinen Blog betreiben kann oder nicht. Dabei ist natürlich der Begriff Erfolg recht unterschiedlich zu verstehen: Was für den einen eine monetäre Komponente ist, ist für den anderen mit Reichweite und Bekanntheit verbunden. Und trotzdem sind es am Weg zum Blogger die gleichen Hindernisse, die überwunden werden müssen, um einen eigenen Blog zu beginnen und auch dorthin zu führen, wo man ihn haben möchte. Diese Hindernisse haben einerseits mit Know- How, aber – und das gilt für alle Dinge, die man selbstständig macht – auch sehr viel mit persönlicher Entwicklung zu tun. Ein schöner Blog oder das zu tun, was man schon kennt, reicht oft nicht aus, um seinen Blog langfristig erfolgreich aufzubauen. Man braucht auch Mut, Durchhaltevermögen und viel Neugierde. Try & Error ist hier keine Marketing-Floskel, sondern ein Must- Do, genauso wie ein Verständnis für die Technologie, die dahinter steckt.

Mut zur Technologie

 

Ein Blogger, der sich mit der Technologie hinter seinem Blog nicht auskennt, hat meistens einige Schwierigkeiten. Sich von Anfang an mit WordPress oder auch mit einem anderen System auseinanderzusetzen ist wichtig, um auch zu wissen, was man damit überhaupt alles machen kann, worauf man achten muss, usw. Man sollte sich trauen z.B. WordPress mit All-inkl zu installieren, auch mal ein Update zu machen oder ein neues Plugin auszuprobieren.

Genauso sollte man auch gewillt sein neue Soziale Netzwerke auszuprobieren und Tools zu nutzen. Es macht vor allem beim Bloggen Sinn, Dinge allen anderen zu testen, um zu sehen, ob es einem beim Bloggen hilft, um sich vielleicht damit auch einen Vorteil zu verschaffen.

 

Austausch mit anderen

 

Wer Zeit hat, kann sich alle Infos rund ums Bloggen im Netz zusammensuchen. Und trotzdem wird es nicht genug sein. Der Austausch mit anderen Bloggern ist genauso wichtig. Sie nur als Konkurrenz zu sehen, das ist besonders blöd. Man sollte sich gegenseitig helfen und unterstützen. So vermeiden alle die typischen Fehler, die man am Start macht, wie z.B. die beliebten Klassiker der Einstellung von Permalinks oder die Größe der Fotos am Blog. Diese Dinge lernt man in Workshops, kann man bei anderen nachfragen oder bei Blogger Events erfahren. Aber gerade bei den vielen Dingen, die man neu lernen muss, kann es schon passieren, dass man etwas vergisst. Deswegen: Immer wieder mit anderen Bloggern austauschen und nachfragen. 

 

Gehe deinen Weg: Blog – Kit  / Media Kit

 

Einfach drauf los bloggen war gestern, als es noch wenige Blogs gab. Heute muss man sich schon genauer überlegen, was der Blog sein soll, damit er nicht unter den vielen Blogs untergeht. Dazu muss man sich vor dem Start eine Art Blog-Kit  zusammenstellen. Bei dem beantwortet man die wichtigsten Fragen rund um den Blog, wie z.B.: Was findet man auf den Blog? Wen spricht man damit an? Wie sehen die Fotos aus? Wie möchte man die Bekanntheit steigern? Welche Eckpfeiler gibt es noch zu berücksichtigen? Möchte man Geld verdienen? Welche Ziele hat man sich gesteckt? Das ist quasi ein kleiner Business Plan für den Blog. Aus diesem kannst du dann auch später dein Media Kit basteln.

Das hilft von Anfang an auf einer Linie zu bleiben und sich nicht zu sehr von anderen Blogs ablenken zu lassen. Gehe deinen eigenen Weg!

 

Ein Jahr  – Halte durch!

 

Einen Blog zu starten, klingt irgendwie einfach. Es ist aber sehr viel Arbeit und vor allem mit viel Zeiteinsatz verbunden. Hat man sich mal für die Häufigkeit der Blogposts entschieden, sollte man auch dranbleiben. 2,3,4,5 mal in der Woche? Dann unbedingt durchhalten. Ein Jahr sollte man dem Start schon geben. Bis dahin hat man seine Prozesse optimiert und kann auch sehen, was gut funktioniert hat und was nicht. Es ist wichtig dem Projekt Blog auch eine reelle Chance zu geben, sich zu entwickeln. Wo wir auch gleich bei dem Topic “gemeinsam” wären – es ist einfach leichter dran zu bleiben, wenn man ein “Partner in crime” hat 🙂

 

Monetarisieren – Lass dir Zeit

 

In diesem Jahr sollte man sich auch Zeit nehmen, um den Blog zu monetarisieren. Klar kann man mit dem Blog bzw. mit dem Gelernten auf dem Weg zum Blogger / Influencer Geld verdienen. Aber genauso wie der Blog Zeit braucht, brauchst auch du Zeit, um zu sehen, wie du Geld verdienen kannst. Dabei geht es um Themen wie: Wie komme ich bei den Kunden an? Wie kann ich Kunden akquirieren? Welche Dinge möchte ich anbieten? Was kann ich gut selbst machen, was muss ich auslagern? Wieviel Geld muss ich verdienen? In einem Jahr lernt man viel und kann das dann auch richtig einsetzen. Daher. Am besten man hat einen “Brotjob” oder “Spielgeld” während der Zeit, wo man seinen Blog aufbaut. Auf dem Weg begleite ich einige Blogger als Coach und ich kann aus Erfahrung sagen: Das Jahr zahlt sich aus.

 

Zeit ist grundsätzlich ein wichtiger Faktor. Man sollte sich alles gut überlegen, den Blogstart planen und sich auch genau überlegen, ob Selbständigkeit überhaupt eine Option sein kann – ganz egal, ob mit dem Blog selbst oder mit seinem anderen Know-How. Was hier wichtig ist: Der Blog und die Inhalte sollten immer auf dein Ziel gerichtet sein. Damit du auch den Erfolg/ Misserfolg erkennen kannst.

 

Wenn du Fragen hast, einfach kommentieren!

 

 

Du bist dir noch nicht sicher, ob du deinen eigenen Blog starten solltest? Wir haben hier die Antwort, warum du das auf jeden Fall tun solltest!

 

 

Immer mehr Influencer bekommen gerade wegen fehlender Kennzeichnung bezahlter Inhalte Abmahnungen. Vor allem in Deutschland polarisiert dieses Thema immer mehr, vor allem seit es auch einige prominente Influencer getroffen hat. In einem unserer nächsten Beiträge geben wir dir Tipps für die richtige Kennzeichnung für Influencer. Nun stellt sich aber die Frage, warum die Kennzeichnung für dich als Influencer wichtig ist und warum du kennzeichnen solltest.

Rechtsgrundlage

In Österreich bestimmt das Mediengesetz das Verbot von Schleichwerbung und die Kennzeichnung bezahlter Inhalte.

„Ankündigungen, Empfehlungen sowie sonstige Beiträge und Berichte, für deren Veröffentlichung ein Entgelt geleistet wird, müssen in periodischen Medien als „Anzeige“, „entgeltliche Einschaltung“ oder „Werbung“ gekennzeichnet sein, es sei denn, dass Zweifel über die Entgeltlichkeit durch Gestaltung oder Anordnung ausgeschlossen werden können.“

Auch dein Blog oder dein Instagram-Account sind Medien, weshalb du gesetzlich verpflichtet bist, Inhalte für die du eine Gegenleistung bekommst, zu kennzeichnen. Und zwar so, dass das für deine Leser und Follower erkennbar ist. Natürlich bietet dieser Gesetzestext Schlupflöcher, da er schon lange bevor es Influencer, Blogs und Social Media gab, existierte. Trotzdem ist es immer besser, auf Nummer sicher zu gehen. Denn auch wenn die rechtlichen Grundlagen nur einer von vielen Gründen für die Kennzeichnung von Werbung sind, solltest du das trotzdem nicht außer Acht lassen. Denn war die Gesetzgebung hier eine Zeit lang noch wenig konsequent, wird falsches oder fehlendes Kennzeichnen nun bereits abgestraft. Das kann von einer Mahnung oder einen Bußgeld, bis hin zu einer Klage führen. Durch die mediale Aufmerksamkeit kann eine solche Abmahnung auch rufschädigend sein, wenn die Öffentlichkeit darüber diskutiert.

Bekannte Beispiele für Abmahnungen sind die Kanäle von Vreni Frost oder Cathy Hummels. Frost wurde abgemahnt, da sie Postings auf Instagram, für die sie keine Gegenleistung erhalten, auf denen sie aber für Marken wirbt, nicht als Werbung kennzeichnete. Ihr Fall sorgte sowohl in Deutschland, aber auch bei uns in Österreich für Aufsehen. Die Geschichte über ihre Abmahnung und laufende Entwicklungen teilt sie mit ihrer Community in den Highlights ihrer Instagramstories.

„Ich sehe es nicht ein, meine Authentizität zu verlieren indem ich alles kennzeichne, obwohl ich dafür keine Werbung mache, sondern lediglich meinen Followern Impressionen vermitteln mag.“

Das postete Influencerin Cathy Hummels vor rund 2 Monaten auf ihrem Instagram-Account, als auch sie eine Abmahnung bekam. In ihrem Fall ging es darum, dass sie alle ihre Beiträge – egal ob bezahlt oder nicht – kennzeichnen sollte. Cathy Hummels sah dadurch jedoch ihre Authentizität gefährdet und legte Widerspruch ein. Hummels zog den Widerspruch aber zurück, weil sie bei einer Kooperation mit einem Kinderwagenhersteller nicht richtig gekennzeichnet hatte. Auch hier in Österreich noch keine Abmahnungen vorgenommen wurden, ist Deutschland trotzdem ein Vorreiter in Sachen Influencer Marketing. Man kann sich schon mal darauf einstellen, dass das auch in Österreich bald kommen wird. Deshalb lieber einmal zu viel kennzeichnen als zu wenig.

Transparenz &  Schleichwerbung

Neben den rechtlichen Grundlage ist die Kennzeichnung für dich aber vor allem deshalb wichtig, um transparent gegenüber deinen Followern zu sein. Denn den Begriff  „Schleichwerbung“ kennt man zwar vor allem aus Filmen. Doch eigentlich ist jede fehlende Kennzeichnung werblicher Inhalte Schleichwerbung – also auch auf deinen eigenen Kanälen. Durch die Kennzeichnung ist es für deine Follower klar ersichtlich, für welche deiner Inhalte du eine Gegenleistung bekommen hast. Dabei geht es nicht darum, dass sie sich dann weniger für diese Inhalte interessieren, sondern darum, dass sie erkennen, welche deiner Inhalte nicht rein redaktionell sind. Durch deine Reichweite und deine Interaktion mit den Followern hast du großen Einfluss auf sie. Daher ist es wichtig, ihnen ehrlich und offen zu kommunizieren, wenn du mit dieser Reichweite Werbung für ein Unternehmen machst. Egal wieviel Reichweite du hast – du beeinflusst mit deinen Inhalten andere Personen, die sich auch von dir beeinflussen lassen wollen.

Bezahlte Inhalte haben grundsätzlich nichts mit weniger Authentizität zu tun, aber wenn du Auftrags-Werbung für eine Marke machst, sollten deine Follower auch wissen dürfen, dass es Werbung ist. Haben deine Beiträge mit kommerziellem Zweck also keine Kennzeichnung, ist das Schleichwerbung. Rufschädigend wird diese Schleichwerbung auch dann, wenn es für deine Follower klar erkennbar ist, dass es sich um Werbung handelt. Deine Follower haben das Gefühl, dass du sie „für dumm verkaufst“, weil es offensichtlich ist, dass es Werbung ist, und du es aber als redaktionelle Inhalte darstellst.

Professionalisierung & Selbstreflexion

Die richtige Kennzeichnung ist aber nicht nur für die Unternehmen mit denen du arbeitest, Gesetzgeber oder deine Follower wichtig, sondern auch für dich selbst. Durch die steigende Anzahl an Influencern ist es immer wichtiger, sich von Fake Influencern  und Werbeschleudern im Netz abzuheben. Die Kennzeichnung werblicher Inhalte bietet dir eine Möglichkeit, dich und deine Arbeit zu professionalisieren. So schaffst du eine Basis für eine gute Zusammenarbeit mit den Unternehmen und hebst dich durch diese Professionalisierung von Fake Influencern ab.

Die Kennzeichnung werblicher Inhalte soll auch dazu führen, dass du die Unternehmen, für die du wirbst, mit mehr Bedacht auswählst. So soll Bewusstsein dafür geschaffen werden, wieviel Werbung angebracht ist, und wann es einfach zu viel ist. Wenn du also jeden werblichen Content kennzeichnest, bekommst du ein Gespür dafür, wieviel Werbung du im Vergleich zu redaktionellen Inhalten du machst. Das hilft deiner Selbstreflexion und soll dich dabei unterstützen, auf ein optimales Verhältnis zu achten.

 

Im Zuge unserer August Academy hören wir nicht selten, dass Influencer gerade am Anfang häufig das Problem haben, die richtigen Preise zu definieren. Dabei ist die richtige Preissetzung ein entscheidender Faktor, wenn man mit seinem Account langfristig erfolgreich sein will und damit auch Geld verdienen möchte. Aus diesem Grund haben wir hier 5 Tipps für dich zusammengefasst, die dir bei der richtigen Preissetzung helfen sollen.

Grundpreise kalkulieren und festlegen

Um deine Preise definieren zu können, solltest du auf jeden Fall einmal einen Stundensatz für deine Arbeit festlegen. Dieser kann stark variieren, abhängig von deinen Kompetenzen, deinen persönlichen Zielen aber auch von deiner Zielgruppe. Der Stundensatz von Influencern liegt meist zwischen 50 € und 200 €, kann aber in manchen Fällen auch darunter oder drüber liegen. Um deine Grundpreise festlegen zu können, solltest du dir ein paar Fragen beantworten:

  • Was ist meine Arbeit wert?
  • Wieviel möchte ich gerne monatlich verdienen? Wieviele Kooperationen brauche ich dafür?
  • Wieviel wäre ich bereit, für meine Arbeit zu bezahlen?
  • Welcher Aufwand ist mit meiner Arbeit verbunden? (z.B.: Muss ist vielleicht irgendwo hinfahren, um Fotos zu machen?)

An diesen Grundpreisen solltest du auf jeden Fall festhalten. Damit du weißt, was du ungefähr als Grundpreis definieren kannst, solltest du dir die Kosten für unterschiedliche Arten von Kooperation durchrechnen. Anschließend muss du schauen, ob das dem entspricht, was du dir vorstellst und ob das auch realistisch ist. Wichtig ist dabei, auf keinen Fall zu günstig zu sein, um die Preise der Konkurrenz runterzudrücken. Das mindert nicht nur den Wert deiner eigenen Arbeit, sondern kann auch dem Ruf der ganzen Branche schädigen.

Orientiere dich an deinen Kennzahlen

Wenn du Probleme damit hast, den Wert deiner Arbeit zu schätzen, kannst du dich an deinen Blog- und Social Media Kennzahlen orientieren. Dabei helfen dir vielleicht unsere Blogposts zu Blogkennzahlen und zu Social Media Kennzahlen. So kannst du nicht nur eine Richtung für deinen Stundensatz bekommen, sondern auch genaue Preise für spezielle Anfragen, wie einen Instagram Post, einen Beitrag auf Facebook, ein YouTube-Video oder einen Blogbeitrag kalkulieren. Neben dem von dir definierten Stundensatz kannst du je nach Reichweite deines Kanals individuelle Zusatzkosten ergänzen. So wirst du beispielsweise für einen Affiliate Link auf YouTube, wo du nur 200 Abonnenten hast, nicht so viel verlangen, wie für ein Affiliate in deinen Instastories mit 1000 Views.

Setze auf deine Erfahrung

Wir werden oft gefragt, ob es nicht doch eine Formel gibt, mit der man ganz einfach die Preise für seine Dienstleistungen berechnen kann. Natürlich gibt es einfach Wege, seine Preise zu bekommen. Allerdings können wir aus Erfahrung sagen, dass es immer besser ist, seine Preise praxisorientiert festzulegen und sich nicht auf theoretische Formeln zu verlassen. Je mehr Erfahrung zu du dabei hast, umso einfacher wird, denn umso besser kennst du die Seite der Kunden und weißt, was realistisch ist und was nicht. Trotzdem kannst du auch schon zu Beginn versuchen, die in die Position deiner Kooperationspartner hineinzuversetzen, um zu verstehen, wie du die Preise richtig setzt. Nichts desto trotz solltest du dich niemals von Unternehmen unter Druck setzen lassen. Auch wenn es empfehlenswert ist, seine Preise am Kunden zu orientieren, solltest du dich nie unter deine Schmerzgrenze drücken lassen. Bloggen ist Arbeit und eine Dienstleistung, die fair entlohnt werden muss. Verhandeln ist o.k. – und zwar auf beiden Seiten – aber gratis gibt es auch im Blogger Business nichts, und das muss auch Unternehmen verstehen.

Klare Regeln bei Rabatten

Besonders bei bekannten Unternehmen neigen Influencer dazu, Rabatte und Vergünstigungen auf ihre Dienstleistungen anzubieten, damit diese mit ihren zusammenarbeiten. Grundsätzlich spricht nichts dagegen, vergünstigte Angebote zu machen, wenn man selbst gerne mit ihnen zusammenarbeiten möchte. Auch bei einer langfristigen Zusammenarbeit ist es durchaus üblich, die Kosten zu senken, da es sich hier um einen Dauerauftrag handelt, da von dem auch der Influencer profitiert. Trotzdem solltest du dir als Influencer vorab klare Regeln aufstellen, wie du mit Rabatten umgehst und wie du diese verteilst. Ansonsten kann es passieren, dass du deine Rabatte willkürlich wählst und am Ende nicht das verdienst, was du eigentlich möchtest. Und auch Unternehmen reden miteinander, was dazu führen kann, dass du den Ruf bekommst, dass man bei dir die Preise immer gut runterdrücken kann. Also Vorsicht!

Laufende Selbstreflexion

Nicht jeder Blogger verlangt vom ersten Tag an 500 € für einen Blogbeitrag. Genauso wie jemand, der seit Jahren erfolgreich auf Instagram ist, einen Post für 50 € teilt. Deshalb ist es wichtig, dich regelmäßig selbst zu reflektieren. Je besser deine Kennzahlen sind, umso mehr sind Unternehmen bereit zu zahlen. Es ist also nicht verwerfliches daran, deine Preise regelmäßig an deine Kompetenzen anzupassen und sie zu erhöhen. Wichtig ist dabei nur, ehrlich zu sich selbst zu sein und sich selbstreflektiv zu betrachten. Außerdem solltest du keine zu großen Preissprünge in kurzer Zeit machen, das wirkt schnell unprofessionell. Wichtig ist nur, dass du die Preisveränderung vor dir selbst rechtfertigen kannst – du musst das niemals vor einem Kunden tun.

Eine der wesentlichsten und wichtigsten Tätigkeiten eines Influencers ist die Erstellung eines Angebots. Das ist nicht nur die Grundlage der Zusammenarbeit zwischen dir und Unternehmen, sondern ist auch das Um und Auf, wenn du mit deinem Blog Geld verdienen und langfristig erfolgreich sein möchtest. Doch viele Influencer haben immer noch Probleme damit, ein gutes Angebot zu erstellen. Du gehörst auch dazu? Im folgenden Beitrag findest du 5 Punkte, die in darin nicht fehlen dürfen. Am Ende des Beitrags findest du noch ein kleines Goodie, das dir die Erstellung deiner Angebote erleichtern soll. Denn ein schlechtes Angebot macht nicht nur keinen guten Eindruck bei deinem potentiellen Kooperationspartner, sondern kann auch ein Grund dafür sein, warum Kooperationen vielleicht nicht zu Stande kommen.

Beschreibung der Dienstleistung

Was auf keinen Fall fehlen darf ist die Beschreibung deiner Leistung. Beschreibe am besten in kurzen Worten den Angebotsgegenstand, damit der Kooperationspartner auch genau weiß, was in dem Angebot enthalten ist. Solltest du mehrere Packages anbieten, vergiss nicht den einzelnen Packages Namen zu geben, z.b. Package „Package Grün“ und „Package Lila“ – das vereinfacht die spätere Kommunikation mit dem Kunden, wenn jeder was, um welches Package es gerade geht. In diesen Packages kannst du verschiedene Optionen der Umsetzung und Ausführung der Ware oder Dienstleistung in dein Angebot aufnehmen. Da geht es darum, dass du dieselbe Dienstleistung in mehreren Packages anbietest, nur vielleicht das eine Package nur für 1 Monat läuft, und das andere für ein halbes Jahr. Je genauer die Beschreibung deiner Dienstleitung in deinem Angebot ist, umso klarer und verständlicher ist es auch für deinen Kooperationspartner. Das heißt natürlich nicht, dass du das nicht in Stichworten formulieren kannst, man sollte aber schon darauf achten, dass auch der Empfänger weiß, was damit gemeint ist.

 

Preise der angebotenen Leistungen

Ziel deines Angebot sollte es sein, deinem potentiellen Kooperationspartner Informationen über deinen angebotene Leistung und die damit verbundenen Kosten zu schicken. Neben der Beschreibung deiner Dienstleistung muss daher auch auf jeden Fall der genaue Preis der einzelnen angebotenen Leistungen hinein. Da es oft nicht bei dem Reinpreis bleibt, sollten auch die Zusatzkosten für zusätzliche Leistungen (z.B. Aufschlag für Bildbearbeitung, Rechte), Nachlässe, Rabatte und sonstige Vergünstigungen angemerkt werden.
ACHTUNG: Auf keinen Fall die Umsatzsteuer vergessen, solltest du eine Aaführen müssen.

 

Liefer- und Zahlungsbedingungen

Auch wenn Blogger, YouTuber und Co. meistens keine materiellen Produkte, sondern Dienstleistungen anbieten, müssen auch sie sich an bestimmte Liefervereinbarungen halten. Um Missverständnissen vorzubeugen, am besten die Lieferzeit (Wie lange dauert es, bis der Blogpost fertig ist? Wie viele Feedbackschleifen gibt es? Welche Fristen gibt es? usw.) direkt in Angebot aufnehmen. Genauso wie die Zahlungsbedingungen, bis wann das Geld überwiesen sein muss bzw. ob es Teilzahlungen gibt. So vermeidet man Unklarheiten und jeder weiß,  unter welchen Liefer- und Zahlungsbedingungen das Angebot gültig ist.

 

Gültigkeits-Zeitraum und Vertragslaufzeit

Ein weiterer wesentlicher Punkt in deinem Angebot ist der Gültigkeits-Zeitraum. Dabei geht es auf der einen Seite um die Information, wie lange das gegebene Angebot gültig ist, bevor es verfällt. Auf der anderen Seite muss auch klar erkennbar sein, wie lange die Vertragslaufzeit ist. Handelt es sich um eine einmalige Kooperationen oder geht die Kooperation über mehrere Monate hinweg? All diese Fragen sollten im Angebot beantwortet werden, auch um sicherzugehen, dass sowohl du, als auch dein potentieller Kooperationspartnern auf dem selben Wissenstand ist und Klarheit über die Vertragslaufzeit herrscht.

 

Formale Abstimmung

Zum Schluss gibt es bei deinem Angebot noch ein paar formale Inhalte zu beachten. Damit das Unternehmen dich auch nach Zusendung des Angebots erreichen kann, dürfen in deine Kontaktdaten (Name, Adresse, Telefonnummer) nicht fehlen. Sollte es zu einer Kooperationen kommen, muss das Unternehmen dir den vereinbarten Betrag überweisen – daher am besten gleich im Angebot deine Kontodaten anführen. Diese am besten auch gleich im Angebot vermerken (dazu eignet sich der Footer deines Dokuments am besten). Ansonsten solltest du noch deine UID-Nummer im Angebot nennen.

Wer seinen Instagram Account erfolgreich betreiben möchte, für den ist die richtige Planung das A und O. Unser absolutes Contenterstellungs- und Planungstool ist Planoly.

Was ist Planoly?

Aber was ist Planoly jetzt eigentlich? Planoly wurde 2013 in Amerika gegründet ist eine Plattform (mit dazugehöriger App für mobile Geräte) mit der man seine Instagram Postings erstellen und einplanen kann.Wer seinen Instagram Account erfolgreich betreiben möchte, für den ist die richtige Planung das A und O. Es müssen regelmäßige Postings vorbereitet und eingeplant, Videos in die Instastory hochgeladen, Kommentare beantwortet und die Community betreut werden. Neben Contentplänen bieten auch einige Tools verschiedene Möglichkeiten an, um seine Inhalte auf Instagram zu erstellen und zu planen. Mit diesem Programm kannst du nicht nur die Organisation deiner Inhalte auf Instagram vereinfachen, sondern dich auch von anderen Beiträgen und Postings inspirieren lassen.

Plan

Hier siehst du auf einen Blick alle deine eingeplanten Beiträge für Instagram. Du hast natürlich die Möglichkeit, innerhalb dieses Feld zwischen den unterschiedlichen Accounts zu wechseln, damit du einen optimalen Überblick über deinen Content hast. Links in der Sidebar siehst du dann nochmal alle deine Beiträge. Hier kannst du auch einfach Inhalte reinziehen und sie für später abspeichern, ohne sie einzuplanen. Mit dem Klick auf „Scheduled“ siehst du, wie deine geplanten Beiträge dann untereinander ausschauen und wie sie dann letztendlich auch final in deinem Instagram Feed angeordnet sind. Hier ganz also ganz easy alle geplanten Beiträge hin und her schieben, bis das Feed so aussiehst, wie du es möchtest.

Draft

Mit der Funktion Draft kannst du eigene Ordner erstellen und darin nicht-einplante Inhalte, die du zwar jetzt noch nicht in deinem Plan haben möchtest, sie aber später verwenden willst, ablegen. Damit du sie nicht vergisst und später verwenden kannst, kannst du sie einfach in einem Ordner speichern.

Discover: Users, hashtags und free stockfotos

Inspiration gesucht? Auf Planoly hast du die Möglichkeit nach Hashtags und den Inhalten von anderen Usern zu suchen und diese zu teilen. Außerdem bietet Planoly eine Vielzahl an kostenlosen Stockfotos, die du auf deinem Instagram Feed teilen kannst. Achtung: Wenn du Fotos von anderen Usern in deinem Feed postest, vergiss nicht sie als Urheber zu nennen und auch zu markieren.

Analyse

Im Analyse-Bereich kannst du dir ganz genau ansehen, wie viele Likes und Kommentare du auf deine Postings bekommen hast. Außerdem siehst du, welches deine erfolgreichsten Beiträge mit den meisten Fotos und den meisten Kommentaren waren (in der letzten Woche, im letzten Monat oder im letzten Jahr) und wieviele Follower du dazugewonnen hast, seitdem du Planoly verwendest.

Comments

Mithilfe der Kommentar-Funktion kannst du alleine Kommentare auch über das Tools verwalten und managen. Du kannst auf alle Kommentare reagieren und sie beantworten, ohne dauernd zwischen Planoly und Instagram hin und her wechseln zu müssen.

Blog

Auf dem Blog von Planoly werden regelmäßig neue Beiträge über Instagram, aber auch über andere Online-Themen veröffentlicht. Es gibt Tipps & Tricks rund um Instagram und es werden Best Practice Beispiele vorgestellt.

Shoppable

Mit dieser neuen Funktion zeigt dir Planoly in einem ausführlichen Video, wie du deine Instagram Inhalte attraktiver für deine Follower machst und sie so zum Kauf deiner Produkte animierst.

Warum Planoly?

Im Vergleich zu vielen anderen Plattformen ist Planoly ein sehr benutzerfreundliches, einfach anwendbares Tool, das aber trotzdem viele verschiedene Möglichkeiten der Contenterstellung und -planung bietet. Die bereits erwähnten Features ermöglichen es dir, qualitativ hochwertigen Content zu erstellen und auch gleich einzuplanen. So musst du den Beitrag nur noch täglich selbst manuell auf Instagram posten. Außerdem wird Planoly laufend weiterentwickelt. So kannst du beispielsweise auch schon Insta-Stories via Planoly vorbereiten und einplanen. Wir nutzen das wahnsinnig gerne für unseren BlogTipps Tuesday auf dem August Academy.

Kosten

Planoly bietet 5 verschiedene Kosten-Modelle an. Am beliebtesten ist die Stufe 3, die mit 15 $ / Monat und 2 inkludierten Instagram Accounts ein tolles Angebot für Blogger ist. Alles in allem bietet das Tool wirklich ein tolles Preis-Leistungs-Verhältnis an, und durch die vielen verschiedenen Kosten-Modell ist für jeden etwas dabei, abhängig davon was er braucht und wieviel er zahlen möchte.

Du willst mehr über Planoly erfahren? Schreibe uns einfach eine E-Mail. 

Es ist wohl im Moment eines der angesagtesten Social Media Tool – Snapchat! Jeder kennt es, viele nutzen es bereits. Doch was kann dieses Tool überhaupt und ist der Hype darum wirklich gerechtfertigt. Wir können jetzt schon sagen: Ja, auf jeden Fall!

Welche Möglichkeiten bietet Snapchat?

 Marketing

Snapchat bietet Bloggern und Unternehmen die Möglichkeit, sich selbst und ihre Blog zu vermarkten – und zwar auf ganz neue Art und Weise. Anders als bei Instagram und Facebook, wo ein Foto nur eine Momentaufnahme darstellt, zeigen sich die Blogger auf ihrem Snapchat-Account von ihrer natürlichen Seite. Durch gute Snaps und spannende Geschichten (eine Geschichte nennt sich die Reihung von mehreren geposteten Snaps in einer Story) geben die Blogger noch viel mehr von sich selbst Preis – und können so noch authentischer und nahbarer wirken.

Community

Das Tool ist ein soziales Netzwerk – so können Blogger durch Snapchat mit ihrer Community und ihren Followern in Verbindung treten und networken. Gerade für Q&A Sessions  und Gewinnspiele wird das Tool von vielen Blogger, Vlogger und Co. gerne genutzt. Man kann als Follower entweder per Chat privat mit den Bloggern schreiben oder per Bottom Up – Wiper direkt auf einen Snap antworten – das funktioniert natürlich auch umgekehrt, wenn man als Blogger seinen Followern schreiben möchten (Stichwort 2-Weg-Kommunikation)

Unternehmen

Auch immer mehr Unternehmen erkennen die Erfolgschancen hinter Snapchat. Viele haben bereits einen eigenen Unternehmens-Account eingerichtet, um so mit ihren Kunden zu kommunizieren. Die erfolgreichsten Unternehmen, wie etwa Starbucks, arbeiten bereits daran, ihren persönliche Filter in Snapchat zu implementieren. Genauso wie die Geo-Filter, können diese in der nähren Umgebung eines Starbucks-Shops über den Snap gelegt und so bei den Kunden beworben werden.

Inspiration Search? – Hier ein paar Snapchatter aus Österreich, denen ihr unbedingt folgen solltet:

Felix Krause

App-Entwickler aus Österreich – 2015 kaufte Twitter sein Unternehmen Fastlane und stellte ihn ein. Zurzeit lebt er in San Francisco und snappt von dort über sein Leben – add him @krausefx.

Thomas Schranz

Unter ichigo zeigt der Gründer seinen Followern, wie es mit einen Start Up in Wien so lebt.

Ines Häufler

Die bekannte Wiener Drehbuchberaterin und Autorin gibt auf ihrem Account ineshae Einblicke in ihr Leben, ihre Arbeit – und ihre Lieblingsstadt Wien.

Auch die Österreichischen Blogger sind bereits unter die Snapchatter gegangen – so gibt Maddie vom Blog dariadaria.com Einblicke in ihr Leben als Bloggerin in Wien und Deea und Laura von lesfactoryfemmes zeigen auf ihren beiden Accounts ihr Daily Blogger Business und nehmen ihre Follower mit auf die unterschiedlichsten Events in Wien.

Snapping, what else?

Obwohl bei Snapchat mit Sicherheit mehr der Spaß als das Business im Vordergrund steht, haben bereits einige das Potential hinter dem sozialen Netzwerk erkannt und versuchen so, Spaß mit Business zu verknüpfen. Das Tool aus Amerika bietet viele Möglichkeiten mit der Community zu kommunizieren und seinen Alltag zu teilen. Kein Wunder also, dass auch immer mehr Blogger diesen Trend erkennen und sich nicht mehr nur über Insta & Facebook , sondern auch über Snapchat mit ihren Followern verknüpfen.

Wir sind natürlich ach auf Snapchat – Du kannst unseren öffentlichen Stories unter „viktoria.egger“ und „lisa_bilek“ folgen

Happy Snapping!

Jeder der einen Blog startet, verfolgt damit ein bestimmtes Ziel. Die meisten voll damit natürlich auf lange Sicht Geld verdienen, manche wollen aber auch einfach nur ihr Leben mit ihrer Community teilen oder Aufmerksamkeit für ein bestimmtes Thema generieren. Egal, was dein Ziel ist. Wichtig dabei ist, dass du diese Ziele messen kannst. Neben Blogkennzahlen gibt es natürlich auch für jedes Soziale Netzwerk bestimmte KPI’s, die helfen sollen, den Erfolg deiner einzelnen Kanäle zu messen. Doch was sind denn nun die wichtigsten Social Media Kennzahlen? Manche KPIs kann man natürlich für fast alle Sozialen Netzwerke verwenden, manche heißen einfach nur anders, sagen aber dasselbe aus und wieder andere sind spezifisch einem bestimmten Netzwerk zuzuordnen. Wir haben hier eine Liste für dich zusammengestellt, mit den wichtigsten Social Media Kennzahlen für die größten Sozialen Netzwerke Facebook, Instagram, Pinterest und Twitter.

Social Media Kennzahlen für Facebook

Die Fananzahl

Die Anzahl der Personen, denen deine Facebook Seite gefällt, nennt man Fananzahl. Diese sagt jedoch nicht sehr viel aus, da es vor allem um die Aktivitäten auf deiner Facebook Seite geht. Häufig bekommen Seiten eine Vielzahl an Fans durch Verlosungen oder andere Goodies, und nicht durch guten Content, der die Community beeindruckt. Es ist also nicht entscheidend, wie viele Fans deine Facebook Seite hat, sondern wieviele Interaktionen und Aktivitäten du mit deinen Fans hat, und ob es dir gelingt, diese zu binden.

Die Reichweite der Beiträge

Wenn du viele Fans auf deiner Facebook Seite hast, kann es sein, dass du natürlich auch eine hohe Reichweite deiner Beiträge erreichst. Da Facebook aber nicht immer alle deine Inhalte deiner Zielgruppe zeigt, kann diese Reichweite auch stark variieren. Am besten schaust du dir im Facebook Business Manager deine Gesamtreichweite an, um zu wissen, wie viele User deine Beiträge tatsächlich sehen.

Aktivität der Fans

Viel wichtiger als die Fananzahl, ist nämlich die Anzahl der Aktivitäten deiner Fans. Wieviele Kommentare bekommst du? Wieviele Zusagen hast du für eine Veranstaltung? Wie oft wurde dein Beitrag geliket oder geteilt? Wie viele Benachrichtigungen schicken sie dir? Wenn du diese Aktivitäts-Rate beobachtest, kannst du daraus dann eine Interaktions- und Engagement-Rate für deine Facebookseite herleiten. Gerade bei Kooperationen ist für Unternehmen auch häufig die durchschnittliche Anzahl der Likes auf deine Facebook-Beiträge relevant.

Link-Klicks

Durch Google Analytics hast du die Möglichkeit zu erkennen, wieviele Menschen über Facebook auf eine Website gekommen sind. So siehst du, wie gut deine Inhalte bei der Zielgruppe ankommen, wie ansprechend der Content wirklich ist und wie relevant Facebook für dich als Kommunikationskanal ist.

Die Zielgruppe

Facebook bietet dir eine optimale Möglichkeit, um deine Zielgruppe genau zu definieren und zu segmentieren. Dabei kommt es nicht darauf an, eine möglichst breit gefächerte Zielgruppe mit einer möglichst hohen Personenzahl zu erreichen. Viel wichtiger ist, deine Zielgruppe genau zu differenzieren und diese mit den passenden Inhalten anzusprechen. Gerade für Unternehmen sind auch demografische Faktoren, wie Alter, Geschlecht, Herkunft und Interessen essentiell, um zu erkennen, ob die Definition ihrer Kunden mit der Zielgruppe des Bloggers übereinstimmt.

Conversion-Rate

Diese Social Media Kennzahl ist wichtig, wenn man mit Beiträgen auf seiner Facebook Seite eine bestimmte Aktion der Zielgruppe erreichen will. Man konvertiert die Aufmerksamkeit durch gute Inhalte dabei zu einer gewissen Aktivität, wie z.B. die Teilnahme an einem Event, der Kauf eines Produkts oder die Abonnierung eines Newsletters.

Wachstumsrate

Diese gibt an, wie stark die Reichweite bzw. die Fananzahl deiner Facebookseite in einem gewissen Zeitraum gewachsen ist. Sie wird in % angegeben und zeigt auf, welches Entwicklungspotential noch in deiner Seite steckt und wann eher gute bzw. schlechte Phasen auf deiner Seite waren.

Negatives Feedback

Da Facebook kein Mittel zur Einweg-Kommunikation ist, kommt es hier häufig zu einer Kette von Aktion und Reaktion. Manchmal fällt die Reaktion auf gewissen Content nicht gut aus und User geben negatives Feedback. Aber auch dieses Feedback ist ein wichtiger KPI, um zu erkennen, welcher Content gut oder schlecht bei der Zielgruppe ankommt.

Reaktionszeiten

Wie schnell reagierst du auf Aktivitäten deiner Fans? Diese Kennzahl sagt zwar nicht sehr viel aus, zeigt aber von hoher Professionalität, wenn Anfragen und Nachrichten innerhalb von 24 Stunden bearbeitet werden.

Anzahl der Erwähnungen auf anderen Seiten

Hier wird gezeigt, wie häufig jemand deine geposteten Beiträge auf ihrer eigenen Facebook Seite teilen. Daraus lässt sich interpretieren, wie gut dein Content sowohl bei deinen Fans, aber auch bei anderen Personen mit ähnlichen Interessen ankommt.

Anschließend findest du nun weitere Social Media Kennzahlen für Instagram, Twitter, Pinterest und YouTube.

 

Die richtigen KPIs für Instagram & Instagram Stories

Likes

Die Anzahl der Likes, die du auf ein von dir geteiltes Bild auf Instagram bekommst. Spannend sind auch die Likes, die du auf Fotos bekommst, die von jemand anderen von deiner Seite als “Regram” gepostet werden. Auch die Likes auf deine Instagram Stories zählen hier.

Kommentar

Kommentare bekommst du auf Fotos, die du auf Instagram postest. Hier muss man besonders zwischen richtigen und unechte bzw. automatisierten Likes und Kommentaren unterscheiden.

Nachrichten

Diese Kennzahl gibt an, wie viele Nachrichten du in einem bestimmten Zeitraum auf deinen Instagram Account bekommst. Seit Einführung der Instagram Stories ist die Anzahl der Nachrichten auf Instagram stark angestiegen, da man Instastories nicht öffentlich kommentiert, sondern der Person via Privatnachricht schreibt.

Follower-Anzahl & Wachstum der Follower-Anzahl

Die Followerzahl gibt die Zahl deiner Follower auf Instagram an. Das Wachstum wird in Prozent angegeben und sagt aus, wie stark deine Followerzahl in einem bestimmten Zeitraum (meistens 1 Monat) gewachsen ist.

Die Zielgruppe

Die Zielgruppe definiert deine Followerschaft nach demografischen Merkmalen (Wohnort, Geschlecht, usw.) Bei englisch-sprachigen Seiten sollte man sich anschauen, wie hoch die Anzahl der internationalen (nicht DACH-Raum) Follower ist.

Impression

Das ist die Häufigkeit, wie oft deine Beiträge und Stories insgesamt aufgerufen wurden.

Reichweite

Die Reichweite auf Instagram gibt an, wie viele Personen deine Beiträge erreichen.

Interaktionsrate / Engagement Rate

Die Interaktions oder Engagement Rate ergibt sich daraus, wie viel Interaktion auf deinem Kanal passiert. Also z.B. wieviele Kommentare du bekommst, wie viele Nachrichten du schreibst, wieviele Kommentare du selbst likest und auch beantwortest usw.

Link-Klicks

Die Link Klicks geben an, wieviele Personen auf einen Link klicken, den du auf Instagram teilst (Z.B. in deiner Instastory oder in deiner Bio) Das ist besonders wichtig bei Affiliate Links & Co!

Click Through Rate

Die Click Through Rate zeigt das Verhältnis zwischen der Anzahl der gesamten Impressionen und der Anzahl an Klicks auf Werbebanner.

Conversion Rate

Dieser KPI ist besonders bei Zusammenarbeit mit Unternehmen relevant. Er gibt an, wie viele deiner Beiträge / Stories auf Instagram letztendlich tatsächlich zu einer gewünschten Tätigkeit der Zielgruppe (Kauf, Newsletteranmeldung, usw.) konvertiert werden konnten.

Aufrufe / Views

Diese zählen sowohl bei Videos, die als Beitrag auf Instagram postest, als auch die Views deiner Instagram Stories. Durch die neue Funktion, Stories auf deinem Profil für längere Zeit zu speichern kannst du deine Viewer-Zahl für deine Instagram Stories sogar noch erhöhen.

Erwähnung eines Hashtags

Sowohl Unternehmen, aber auch immer mehr Blogger haben ihre eigenen Hashtags und verwenden diese selbst bei jedem ihrer Posting. Manche davon werden aber auch von Blogger-Kollegen übernommen und für ihre Beiträge genutzt. Dieser KPI zeigt dir, wie oft dein Hashtag von anderen Bloggern genutzt wurde.

Posts / Tag

Um einen Zusammenhang zwischen Follower-Anzahl und Content herzustellen, ist es wichtig, die tägliche Anzahl an Posts zu messen, die du auf Instagram postest.

 

Pinterest: Kennzahlen zur Erfolgsmessung

Pins / Tag

Diese Zahl gibt an, wie viele Pins du am Tag insgesamt auf Pinterest pinnst.

Re-Pins

Diese Zahl gibt an, wie viele Pins du am Tag auf Pinterest von anderen Pinnwänden / Usern repinnst.

Follower

Die Zahl gibt an, wie viele Personen, dir und deinem Pinterest Account insgesamt folgen. Diese Zahl kannst du aber auch herunterbrechen und vergleichen, mit der Anzahl an Followern deiner einzelnen Pinnwände. Auf Pinterest ist es ja auch möglich, nur einer Pinnwand und nicht gleich dem ganzen Kanal einer Person zu folgen.

„Merken“-Rate

Das ist die Anzahl, wie oft sich jemand einen deiner Pins gemerkt hat.

Pin/ Re-Pin Verhältnis

Laut Regel sollte man jeden Tag einen eigenen Pin posten und 9 Pins von anderen Seiten repinnen. Wie sieht das bei dir aus? Wie ist dein Pin/ Re-Pin Verhältnis?

Website Pins

Anzahl der der Pins, die zu deiner Website führen bzw. von deiner Website kommen.

Pinnwand-Erfolg

Welche deiner Pinnwände funktioniert denn am besten? Welche Themen kommen besonders gut bei deiner Zielgruppe an? Welche Inhalte und Pins werden besonders oft geteilt? Ist zwar kein richtiges KPI, aber dennoch etwas, worauf man auf jeden Fall achten sollte.

Zahlen zur Messung von Twitter

Like Rate

Die Likes auf Twitter zeigen, wie vielen anderen Twitter-Usern dein Tweet gefällt. Diese Zahl lässt sich einigen Tweets in einer durchschnittlichen Like-Rate zusammenfassen.

Tweets / Tag

Genauso wie auf Pinterest, gibt dies die gesamte Zahl deiner Tweets am Tag an. Auch hier kann man wieder zwischen deinen eigenen Tweets und Retweets von anderen Twitter Usern unterscheiden.

Durchschnittliche Kommentare

Diese Zahl gibt die durchschnittliche Kommentaranzahl pro Tweet auf deinem Account an. Dabei zählen natürlich nur die Fremd-Kommentare, und nicht deine eigenen.

Follower

Hier siehst du, wieviele Personen deinem Twitter Account folgen.

Retweets

Die Anzahl der Retweets zeigt auf, wie häufig einer deiner Tweet auf Twitter von anderen Usern geteilt wurden.

Reichweite

Diese Kennzahl sagt aus, wieviele Personen dein Tweet erreicht.

Interaktionsrate

Zählen bei den Kommentaren nur die Fremd-Kommentare unter deinen Tweets, ergibt sich die Interaktionsrate aus den Interaktion auf deinem Twitter-Kanal. Hier sind vor allem deine Antworten zu den Kommentaren wichtig, da sie erst zu einer Interaktion führen.

Kennzahlen für YouTube

Follower / Abonnenten

Die Zahl deiner Abonnenten auf YouTube gibt an, wie viele Personen deinen YouTube Kanal abonniert haben.

Views

Die Views auf YouTube sagen aus, wie oft ein Video insgesamt auf deinem Kanal angesehen wurde. Diese Views kannst du am besten in der durchschnittlichen View-Rate verpacken.

Like Rate

Auch die Videos auf YouTube können Likes generieren.

Shares Rate

Die Shares geben an, wie oft dein YouTube Video von anderen Personen auf anderen Plattformen z.B. Facebook geteilt wurde.

Interaktionsrate

Wie bei jedem sozialen Netzwerk geht es auch bei YouTube um die Interaktionen. Diese erhöhst du, in dem du auf Kommentare & Nachrichten antwortest.

Reichweite

Die Reichweite der Beiträge gibt an, wie viele Personen deine Videos erreichen.

Durchschnittliche Kommentare

Die Anzahl der Kommentare gibt an, wie viele Kommentare durchschnittlich unter deinen Videos hinterlassen werden.

Das waren jetzt natürlich nur einige Social Media Kennzahlen für die 5 größten Netzwerke. Welche Kennzahlen es für die Blogs so gibt, das findet ihr in unserem Blogpost „Kennzahlen Glossar – Was ist was?„. Es ist auf jeden Fall eine Menge Arbeit, sich bei jeden Account mit allen von uns aufgezählten KPIs zu beschäftigen. Wichtig ist daher, sich immer die herauszusuchen und zu beobachten, die für einen selbst den größten Mehrwert haben. Du willst als Marketingplattform für Produkte agieren? Dann solltest du dich mit deinen Followerzahlen und deiner Engagement-Rate beschäftigen. Oder möchtest du lieber mit einem bestimmten Thema eine genau definierte Zielgruppe ansprechen? Dann solltest du dir vor allem die KPIs und Kennzahlen zu deiner Zielgruppe genauer anschauen.

Was sind eure wichtigsten Kennzahlen, mit denen ihr eure Ziele messt?