Es ist ein schwieriges Thema, das seit Monaten in der Blogger- und Influencerbranche diskutiert wird: Die Kennzeichnungspflicht. Sind andere Medien, wie Magazine oder TV-Sender bereits seit längerer Zeit dazu verpflichtet, werbliche Inhalte zu kennzeichnen, so blieben Blogger und Influencer lange Zeit verschont. Doch durch das rasante Wachstum der Influencerbranche und negativen Entwicklungen sollen durch die Kennzeichnungspflicht vor allem die Konsumenten geschützt werden. Im Netz kursieren dabei viele unterschiedliche Tipps & Tricks, Richtlinien, Regelwerke und Co. – dabei kann man schon leicht den Überblick verlieren, was man darf und was nicht.

In diesem Beitrag erfährst du, welche deiner Inhalte du überhaupt kennzeichnen musst, und du wie diese dann richtig kennzeichnest.

Was muss ich kennzeichnen?

Kennzeichnen musst du all jene Inhalte, für die du eine Gegenleistung erhältst (egal ob Geld, Dienstleistung oder Produkte) oder die einen werblichen Zweck verfolgen. Puh – was heißt das jetzt genau? Egal, ob du eine bezahlte Partnerschaft mit einem Unternehmen hast, bei dem du für deine Beiträge Geld bekommst oder ob du eine Kooperation eingehst, bei der deine Leistung mit Produkten, Dienstleistungen (z.B. Friseurbesuch), Gutscheinen oder bezahlten Reisen entlohnt wird: All das muss gekennzeichnet werden, da die Inhalte dazu nicht aus deinem rein redaktionellem Interesse entstehen. Somit haben sie einen werblichen Charakter. Aber auch wenn du keine Gegenleistung bekommst,  Produkte oder Marken aber bewusst „anpreist“ und diese im Vordergrund der Beiträge stehen, ist es Werbung. Denn damit verfolgst du die Absicht, für diese Produkte oder Marken bei deiner Community zu werben.

Einzige Ausnahme ist es, wenn du Produkte selbst kaufst und wenn du diese nur nebenbei auf deinen Kanälen vorstellt, ohne sie in den Vordergrund zu heben: Dann ist es keine Werbung. Doch durch deine persönliche Wertung beeinflusst du automatisch die Meinung deiner Follower zu Gunsten einer Marke.

Du sieht also: Es ist ein sehr schmaler Grat zwischen der Entscheidung, ob es sich um Werbung handelt oder nicht. Wenn du dir nicht 100 % sicher bist, empfehlen wir dir Inhalte, die in irgendeiner Weise mit einer Marke verbunden sind, als Werbung zu kennzeichnen. So bist du immer auf der sicheren Seite 😉

Wo muss ich die Beiträge kennzeichnen?

Egal ob auf Instagram, Facebook oder am Blog – du musst überall kennzeichnen. Dabei ist es wichtig, dass der werbliche Charakter hinter den Inhalten auf den ersten Blick erkennbar ist. Es reicht also nicht, einen Beitrag am Ende eines Textes als Werbung zu kennzeichnen. Also entweder Inhalte direkt zu Beginn mit dem Begriff [WERBUNG] oder, wenn ihr Hashtags verwendet, den #werbung als ersten Hashtag setzen.

Wie kennzeichne ich richtig?

 

1.Es ist immer Werbung (fast immer)

Egal ob bezahlt, Sample oder selbstgekauft. Am sichersten ist es, Markennennungen immer mit „Werbung“ oder „Anzeige“ zu kennzeichnen. Und zwar unabhängig davon, ob du ein Produkt zugeschickt bekommst, eine bezahlte Kooperation hast oder zu einem Event / einer Reise eingeladen wurdest, weil du ja trotzdem immer für ein Produkt / eine Marke wirbst.

„Anzeige wegen Markennennung“ – diese Passage liest man in letzter Zeit öfter. Du kannst sie dann verwenden, wenn du dir ein Produkt selbst kaufst und darüber ohne werbliche Absicht und aus reinem redaktionellen Interesse darüber berichtest. So drückst du aus, dass du zwar nicht explizit Werbung für das Produkt machst, das Unternehmen jedoch von deinen Aussagen profitieren kann. Schlupflöcher bieten Formulierungen wie [Sponsored by] oder [Gesponsert], wobei man hier eine Grauzone betritt und die Korrektheit dieser Kennzeichnung umstritten ist. Mit der Kennzeichnung durch [Werbung] ist man auf jeden Fall immer auf der sicheren Seite, egal um welche Art der Kooperation und Gegenleistung es sich handelt. Zwingend ist diese Form der Kennzeichnung, wenn du für deine Inhalte von Unternehmen einen finanzielle oder materielle Gegenleistung erhältst. Unzulässige Kennzeichnungsmöglichkeiten sind hingegen vor allem Begrifflichkeiten, wie beispielsweise [Ad], [In Partnerschaft mit] oder [Powered By].

 

2. Produktplatzierung und Dauerwerbesendung bei Video-Content

Besonders auf YouTube, Snapchat und Instastories (also alle Video-Formate) kann die Kennzeichnung durch [Dauerwerbesendung] durchaus nützlich sein. Um nicht jede Instastory oder nach jedem Cut das Textfeld [Werbung] einfügen zu müssen, reicht es, wenn du am Beginn der Aufnahmereihe den Begriff [Dauerwerbesendung] einblendest. Wenn auf eine Reise / Event eingeladen wirst, aber keine Bezahlung erhältst und die Reise / Event einen Wert unter 1.000 € hat und du nicht den Veranstalter, eine Location oder ein Hotel in den Vordergrund stellst, reicht dabei auch die Kennzeichnung durch [Produktplatzierung]. Bewirbst du explizit eine Marke (Veranstalter, Hotel, Fluglinie, etc.) musst du jedoch wieder mit [Werbung] kennzeichnen. Neben Reisen kann auch bei zur Verfügung gestellten Produkten die einen Wert unter 1.000 € aufweisen [Produktplatzierung] verwendet werden. Auch hier zählt das nur, wenn das Produkt nicht im Vordergrund steht, sondern es lediglich „sichtbar“ für die Follower ist. Bei Fokus auf das Produkt oder eine Marke ist wieder die Kennzeichnung durch [Werbung] nötig.

 

3. Das Insta-Feature „In Partnerschaft mit“ reicht nicht aus

Wie dir sicher bereits aufgefallen ist, gibt es auf Instagram seit einigen Monaten die Funktion Postings und Stories mit „In Partnerschaft mi“ zu kennzeichnen. Damit reagiert Instagram auf die steigende Nachfrage nach einer geregelten Kennzeichnung auf sozialen Netzwerken. Jedoch reicht der Einsatz dieser Funktion nicht aus, um rechtlich abgesichert zu sein. Um hier ganz sicher zu gehen, sollte man als immer den Zusatz #werbung am Beginn des Beitrages hinzufügen.

 

4. Die richtige Platzierung

Auch die richtige Platzierung der Kennzeichnung sollte beachtet werden. Wenn du z.B. direkt im Text deines Postings das Wort *Werbung einfügst, sollte das entweder zum Beginn oder am Ende stehen, da die Anzeige ansonsten versteckt wirkt. Wenn du den Hashtag #werbung verwendest, sollte dieser unter den ersten 2 Hashtags sein, damit die Kennzeichnung klar erkennbar ist. Bei Werbung in den Stories oder auf IGTV kannst du das entweder ins Video sprechen, den Text „Werbung“ einfügen oder eines von Instagram zur Verfügung gestellten GIFs für deine Anzeige verwenden.

 

5. Die richtige Sprache

Prinzipiell gilt, dass Werbung immer in der Sprache des Landes, in dem man werblich tätig ist, gekennzeichnet werden muss und da wir alle (oder zumindest die meisten von uns) im deutschsprachigen Raum arbeiten, muss auch unsere Kennzeichnung auf deutsch erfolgen. Solltest du viele Follower aus anderen Ländern haben, kannst du auch die Kennzeichnung in einer anderen Sprache hinzufügen, wie z.B. #anzeige #ad. Die alleinige Verwendung von #ad #advertisement oder #sponsored ist nicht zulässig. Die Sprachwahl deiner Kennzeichnung ist auch davon abhängig, welche Sprache der Großteil deiner Follower spricht. Hier kann es sein, dass auch die Kennzeichnung sogar in zwei Sprachen machen musst.

Und sonst noch so?

 

In unserem 2018 veröffentlichen Influencer Kodex haben wir eine genau Auflistung, wie man als Influencer sein Beiträge richtig kennzeichnet. Auch wir sind keine Rechts-Experten. Deshalb empfehlen wir bei sehr heiklen Fällen sicherheitshalber einen Juristen zu Rate zu ziehen. Trotzdem ist es wichtig, immer auf dem Laufenden zu bleiben, um sich möglichst flexibel an neue Änderungen anpassen zu können.

Hier gibt’s ein paar Tipps auch als Checkliste zum Download!

 

Follow my blog with Bloglovin

Blog Kennzahlen sind ein leidiges Thema für uns alle. Und während uns allen bewusst ist, warum wir diese brauchen, wir mit Google Analytics arbeiten und auch die Kennzahlen alle beim Namen nennen können, stellen wir uns dann doch die Frage: Was machen wir nun damit? Daten und Zahlen zu sammeln ist der erste Schritt, der zweite ist es, diese dann auch zu verstehen. Aber der wohl wichtigste Schritt ist es, diese auch noch so zu deuten, dass man sie erfolgreich einsetzen kann. Denn wofür sollen wir das denn sonst machen? Nur, um in einem MediaKit irgendwelche Zahlen zu nennen, die auch noch unvollständig sind und kaum einen Sinn machen, brauchen wir uns damit nicht wirklich großartig auseinandersetzen.

Deswegen habe ich mir in diesem Blogpost die Aufgabe gestellt euch ein paar Schritte aufzuzeigen, wie ihr aus euren Zahlen nicht nur schlau werdet, sondern aus diesen gewonnenen Erkenntnissen euren vorhandenen Content verbessern und auch weiteren guten Content erstellen könnt.

Kennzahlen, die für deinen Content relevant sind

Es gibt viele Kennzahlen, die du für deinen Blog im Auge behalten solltest. Für die Inhalte sind vor allem diese Kennzahlen aus Google Analytics ein guter Hinweis, um weiteren Content zu erstellen oder Content zu verbessern:

  • Unique Visits
  • Bounce Rate
  • Interessen
  • Standort

Ich möchte mich heute vor allem auf die ersten zwei konzentrieren und dir zeigen, wie du deinen vorhanden Content verbesserst bzw. sinnvoll erweitern kannst.

Deine besten Blogposts herausfiltern

Ein guter Blog wird vor allem eines: gelesen. Das heißt im Klartext: Die Bounce Rate (auch Absprungrate genannt) ist relativ niedrig, die Verweildauer auf den Seiten recht hoch und am besten bleibt der Leser nicht nur auf einem Blogpost, sondern liest auch gleich weitere Artikel, meldet sich zum Newsletter an oder schenkt deinem Blog auf eine andere Art und Weise Aufmerksamkeit. Oftmals haben wir allerdings Blogposts, die zwar viele Leute anziehen – weil das Thema gut ist, der Titel interessant klingt oder weil man einen Nerv mit dem Thema getroffen hat. Allerdings ist die Bounce Rate relativ hoch, weil man die Leute nicht weiter auf dem Blog behält.

Das hat meistens damit zu tun, dass man am Blog keine Incentives hat, welche die Leute dazu animieren, weitere Seiten anzusehen. So kommt es oft vor, dass die Bounce Rate bei Blogs über 70% liegt und damit auch die Gelegenheit verpasst wird, einen Leser enger an sich zu binden. Wer z.B. nur wenige wiederkehrende Besucher hat, aber dafür viele, die das erste mal auf den Blog gelangen, der verpasst offensichtlich Chancen, Blogleser öfter auf seinen Blog zu ziehen und damit eine stärkere Bindung zur eigenen Community aufzubauen. Diese Blogposts haben aber auch ein hohes Potential durch Verbesserungen (teilweise kleine Dinge) einfach mehr Leser anzuziehen und auch die Verweildauer am Blog zu erhöhen.

 

Gehe in dein Google Analytics Dashboard:
Klicke Verhalten >> Websitecontent >> Alle Seiten
Ordne deine Daten nach “Absprungrate” indem du einfach auf den Titel der Zeile klickst
Klicke auf “erweitert”, wähle “Einzelne Seitenaufrufe” mehr als z.B. 500 und anschließend auf “Anwenden”

Nun hast du die Liste deiner Blogposts mit den meisten Seitenaufrufen nach Absprungrate sortiert.

Du kannst nun für jeden beliebigen Zeitraum diesen Test machen und dir deine Blogposts genauer ansehen, um herauszufinden, ob du etwas tun könntest, um deine Leser länger in deinem Blog zu behalten oder andere Möglichkeiten anzubieten, um mit dir in Kontakt zu bleiben.

5 Gründe warum deine Leser vielleicht nicht weiterlesen

  1. Der Blogpost hat zu wenig Inhalt & löst kein Problem
  2. Die Struktur deines Blogposts ist nicht klar genug für den Leser
  3. Du verweist nicht auf andere Blogposts, die dazu passen könnte
  4. Deine “Ähnliche Beiträge” passen nicht zum Blogpost
  5. Du hast keinen “call to action” unter deinem Post

Blogpost verbessern oder zusätzliche Posts schreiben?

Ich würde sagen beides. Wenn du erst einmal deine Blogposts herausgefiltert hast, die schon viel Aufmerksamkeit bekommen, aber nicht das für dich tun, was du gerne hättest, solltest du im ersten Schritt den Blogpost überarbeiten. Das kann durch die Verbesserung des Inhaltes erfolgen oder durch Anpassung, ein Update, usw. Dadurch kannst du diesen Post auch wieder über deine sozialen Netzwerke teilen und wieder mehr Leser auf deinen Blog ziehen. Wenn du nach einiger Zeit wieder dein Google Analytics Account überprüfst, kannst du dann auch sicher Veränderungen erkennen, die mit deiner Optimierung zu tun haben. So siehst du auch gleich, ob du deine Zielgruppe gut mit den Anpassungen abholst.

Wenn das getan ist, frage dich, durch welche weiteren Inhalte du diesen schon sehr gut rankenden Blogpost erweitern könntest. Welche Blogposts könntest du zu diesem älteren Post schreiben, die gute Zusatzinformationen bieten. Was könnte deine Zielgruppe noch interessieren (da macht es auch Sinne einen Blick in Google Analytics zu werfen)? Überlege dir, wie du von dem alten Post zu neuen Inhalten verlinken könntest, um hier deinen Lesern alle Infos zum Thema bereitzustellen.

So kommst du nicht nur zu mehr relevanten Inhalten, sondern du kannst auch gleich erkennen, wie deine Zielgruppe mit den neuen Inhalten zurecht kommt. Animiere sie dazu, unter den Beitrag zu kommentieren, um weitere Ideen für relevante Inhalte zu bekommen oder einfach um zu wissen, ob du damit eine Fragestellung, die sie hatten, beantworten konntest.

 

Wie macht ihr das mit den alten Blogposts? Wie findet ihr neuen Content? Macht ihr Updates von euren alten Blogpost?

Hat dir dieser Blogpost gefallen? Dann teile ihn mit deinen Freunden & Followern! Sharing is Caring 😉 Ich freue mich!

 


“Was ist bitte ein Blog?” Als ich meinen eigenen Blog gestartet habe, war es noch so, dass keiner wusste was ein Blog ist. Wir haben diskutiert, ob es der oder das Blog (letzteres ist zwar korrekt, aber auf das konnte ich mich nicht einlassen) und darüber, ob wir nun ein Tagebuch online stellen oder ein Blogazine sind. Die Anzahl der Mit-Diskutantinnen war klein, aber höchst interessiert und wir wussten alle nicht, wo die Reise hingehen würde. Wir hatten aber alle das Gefühl Teil einer (R)Evolution zu sein, die das Internet und unser Leben verändern würde und wir sollten damit auch recht haben. Die Neugierde und Spannung die ich damals in mir gespürt habe, ist etwas, dass ich nie vergessen werde. Vor allem weil es mein Leben nachhaltig geprägt hat.

Denn mein Blog war meine Technik- und Marketing Spielwiese in einer Zeit, wo es keine Blogger-Kurse gab und wo man noch alles glauben konnte, was man im Internet gelesen hat (zumindest die technischen Beurteilungen und Tipps rund um den eigenen Blog). Aber wir hatten uns und wir haben so gut wie alles geteilt – die paar “Assis”, die damals noch dachten, dass wir auf bestimmte Dinge, wie wir unsere Blogs verbessern können,nicht von selbst drauf kommen können, und es uns auch nicht verraten haben – die gab’s damals natürlich auch noch. Aber grundsätzlich war das keine nennenswerte Menge und im Grunde war uns das egal: Wir waren jung und wir brauchten die (R)Evolution, oder so.

Und diese Revolution brachte viele lustige, verstörende, erschreckende und freudige Geschichten mit sich. Einige davon möchte ich mal teilen, weil sie noch immer interessant sind, weil es sicher den gleichen Fall noch immer gibt. Und vor allem, weil sie euch vielleicht helfen können mehr in dem Blogger-Business zu sehen, als ihr jetzt gerade so seht.

Der erste Blogger Lunch und die Erkenntnis, dass es wunderbare Menschen gibt

“Wir treffen uns im Café Leopold auf der Terrasse.” Mein Herz hat Sprünge gemacht und konnte es nicht erwarten die anderen Blogger kennenzulernen. Gleichzeitig zu diesem Gefühl war ich allerdings sicher, dass ich Probleme haben würde: Ich, die grundsätzlich fast nur Männer als Freunde hatte, hatte Sorge, ob ich einen Tisch mit so vielen Frauen aushalte. Dass ich mich mit ihnen super verstehen würde, war irgendwie ausgeschlossen und trotzdem wollte ich dem eine Chance geben. Es gab einen Moment bei dem Treffen an dem alle am Tisch saßen – ich glaube wir waren 20 Leute – bei dem ich jeden ins Gesicht sah, und es nicht fassen konnte: Alles sympathisch und hilfsbereit – eine Gruppe zum Wohlfühlen. Das ganze passierte vor dem zweiten Fashioncamp und seitdem bin ich überzeugt, dass die meisten der Menschen, die einen Blog haben wollen einfach wunderbar sind.

Learning: Gehe deiner Leidenschaft nach, auch wenn sie nur wenige mit dir teilen.

Btw.: Wer einen ähnlichen Moment erleben möchte – das Fashioncamp findet jedes Jahr statt. 2018 im November. Hier gibt’s die Tickets!

Die erste Abmahnung – Juristen puh!

“Frau Egger, hier ein eingeschriebener Brief für Sie.” Nachdem ich unterschrieben hatte, war ich sehr gespannt, was da drinnen ist. “Wahrscheinlich bin ich mal wieder 2 km/h zu schnell gefahren oder ähnliches”, dachte ich. Als ich es geöffnet habe, befand sich drinnen ein Brief von einem deutschen Anwalt. Ich hätte von einer kostenlosen Plattform ein Bild von einem Fotografen verwendet und kein Copyright hineingeschrieben. Dazu angehängt war ein Ausdruck mit dem Screenshot meines Blogs, auf dem ersichtlich war, dass ca. 2 Zeilen weiter unten ein © mit dem Namen des Fotografen inklusive Link zu sehen war. Uff, dachte ich – und nahm schon den Hörer in die Hand um gleich den Anwalt anzurufen. Den Anwalt oder die Sekretärin habe ich dann nicht erreicht, sondern nur ein Band “Wir sind gerade beim Diktat. Bitte rufen Sie später an”. Als es piepst, lege ich auf, weil ich es nochmal hören wollte: “Hat die Stimme gerade wirklich Diktat gesagt?” Ja, hat sie und ich konnte es nicht glauben – eine Lachnummer im 21. Jhdt.

Was kam dann?

Ich sprach nach dem xten mal dann doch auf’s Band und bekam natürlich keinen Rückruf – das Diktat dauerte etwas länger. Ich habe in der Woche dann öfter angerufen. Bis ein erneuter Brief eintrudelt in dem plötzlich nicht mehr stand, dass ich kein Copyright angegeben hätte, sondern mein Blog kommerziell wäre. Kommerziell? Was heißt kommerziell? Das war noch zu Zeiten, wo mein Blog in den Kinderschuhen war und ich angestellt war. Mein nächster Anruf war der bei meinem Anwalt – immerhin verstehen die sich ja untereinander am besten. Der hat dann dem Herren einen Brief geschrieben – danach habe ich nichts mehr von dem deutschen Anwalt gehört.

Man soll es schon ernst nehmen, aber anscheinend gibt es auch bei dem ehrwürdigen Stand der Juristen schwarze Schafe, die schnelles Geld machen wollen. Jahre später habe ich wieder so etwas bekommen – diesmal berechtigt und ich habe einige hundert Euro bezahlt, andere Kolleginnen ein paar Tausend, weil sie sich nicht rechtzeitig bei dem “Kläger” gemeldet haben.

Learning: Immer sofort das Smartphone in die Hand nehmen und anrufen.

Yeah! Google hat mich gelöscht

“Wenn du versteckte Links machst, dann straft dich Google ab.” Habe ich gehört und dachte mir in meiner unfassbaren Neugierde: “Wie schnell geht das?”

Etwas, was ich vom Internet gelernt habe: Glaube nicht alles, wenn du es nicht selbst ausprobiert hast. Und das ist ein Learning, das bis heute gilt und, das nicht nur für irgendwelche DIY Nifties auf Pinterest. Nach zwei Jahren mit meinem Blog habe ich es dann ausprobiert. “Mal schauen, ob das funktioniert und mein Blog von der Google-Suche ausgeschlossen wird?” Zu der Zeit hatte das sogar die Agentur von BMW Deutschland geschafft, weil sie sich nicht an die Google-Regeln gehalten haben. Es hat ca 2,5 Wochen gedauert und dann war mein damaliger Blog Modeltalk nicht mehr auf Google zu finden: YES! Danach dämmerte es mir, dass ich vielleicht nun etwas mehr Zeit brauchen werde, um das wieder in Ordnung zu bringen. War auch so. Man muss die Technik und die Dinge, die man hört, ausprobieren. Nicht nur, ob es überhaupt funktioniert, sondern auch, ob man es selbst so machen möchte.

Learning: Manchmal muss man Dinge einfach ausprobieren.

Money money money – ABBA im Ohr und Geld in der Kasse

“Anbei schicke ich Ihnen unser Budget und die Rahmenvereinbarungen.” Zum ersten mal habe ich 2011 eine Anfrage bekommen, wo es nicht um’s Budget-Feilschen ging, sondern einfach eine Agentur meinte: Das ist das Budget, das wollen wir – gib Bescheid, ob das für dich passt – WOW! Ich war furchtbar aufgeregt und vor allem irritiert, weil ich zum ersten Mal ein Briefing bekommen habe, das auch wirklich fundiert war. Wer sich fragt, warum man von mir so genaue Briefings bekommt: Das war der Anfang dieser 1000 Überlegungen, wie man Influencer / Blogger am besten brieft.

Abgesehen davon, dass das Budget mit CHF 1000 für damalige Verhältnisse mehr als großartig war, habe ich mich im Anschluss richtig ausgetobt und abgeliefert. Vor allem hatte ich bis zu diesem Zeitpunkt nicht erfasst, dass ich eigentlich mit Content Geld verdienen konnte und nicht nur mit Inhalten auf meinem eigenen Blog. Danach habe ich mich sicher gefühlt, dass ein Blog und das, was ich damit lerne, ein Business werden kann – auch wenn ich mir nicht immer vorstellen konnte, nur das zu machen. Als das Geld dann auch wirklich auf meinem Konto landete, habe ich mir gleich mal meine erste Canon gekauft und wie verrückt angefangen zu fotografieren. Die Fotos habe ich dann auch angefangen zu verkaufen, weil.. tja, weil es eben geht. Das war das ausschlaggebende Projekt, das mir die innere Sicherheit gegeben hat, dass ich mich selbständig machen kann – und das zu einer Zeit, wo ich noch immer erklären musste, was “Bloggen” eigentlich ist.

Learning: Manchmal kommen Anfragen, mit denen man zuerst vielleicht nichts anfangen kann, aber die einem am Ende doch neue Möglichkeiten offenbaren.

Blog Business – Adieu Kuschelmode, Businessmode on

“Hast du schon gehört…?” Was in den letzten Jahren leider passiert ist: Aus dem Kuschelmodus, den es in den Anfängen des Blogger Business gab, ist ein teilweise hartes Geschäft geworden – und das kann auch schon mal unter die Gürtellinie gehen. Im Vergleich zu den Möchtegern-Haien im Agentur-Business geht es natürlich noch immer recht cosy zu. Trotzdem fand ich es recht bezeichnend, als ich vor einigen Monaten immer wieder miterlebte wie jemand unter vier Augen über eine Bloggerkollegin schimpfte und sich im nächsten Moment bei Instagram um ihren Hals schwingte und Herzchen aufblinken lies. WTF. Das sind die Momente, wo man sich fragt: Was ist mit diesem Blog-Business denn los? Das Geld ist los – zumindest sehe ich es so. Aber Geld und Aufträge sollten kein Grund sein, den anderen mit dem Messer in den Rücken zu fallen. Schlecht reden, sagt bekanntlich meistens mehr über einen selbst aus, als über die anderen – nicht? Etwas mehr Kuschelmode zwischen den Bloggern wäre gut – auch zu den neuen Bloggern, die da noch einiges an Unterstützung brauchen.

Blogger sind Content Creators geworden, Freelancer, Boutique Ateliers, Micro-Agenturen – und haben die Möglichkeit eine Branche zum Positiven zu verändern. Auf Augenhöhe, mit guter Leistung und vor allem mit Zusammenhalt. Die “Agenturen” der Zukunft sind wir, so sehen es auch diverse Studien. Also lasst uns daraus auch ein neues, besseres, respektvolles und vor allem positives Miteinander machen – auch wenn wir beim Kunden gegeneinander antreten müssen. Wer ist dabei!?!

 


 

Du bist dir noch nicht sicher, ob du deinen eigenen Blog starten solltest? Wir haben hier die Antwort, warum du das auf jeden Fall tun solltest!

 

 

Blogger werden, aber wie? In den letzten Jahren habe ich einige Workshops zu diesem Thema gehalten und vielen Teilnehmern geholfen ihre Blogs zu starten. Dabei sind mir einige Dinge aufgefallen, die sich für mich im Nachhinein als die Dinge dargestellt haben, die entscheiden, ob jemand erfolgreich seinen Blog betreiben kann oder nicht. Dabei ist natürlich der Begriff Erfolg recht unterschiedlich zu verstehen: Was für den einen eine monetäre Komponente ist, ist für den anderen mit Reichweite und Bekanntheit verbunden. Und trotzdem sind es am Weg zum Blogger die gleichen Hindernisse, die überwunden werden müssen, um einen eigenen Blog zu beginnen und auch dorthin zu führen, wo man ihn haben möchte. Diese Hindernisse haben einerseits mit Know- How, aber – und das gilt für alle Dinge, die man selbstständig macht – auch sehr viel mit persönlicher Entwicklung zu tun. Ein schöner Blog oder das zu tun, was man schon kennt, reicht oft nicht aus, um seinen Blog langfristig erfolgreich aufzubauen. Man braucht auch Mut, Durchhaltevermögen und viel Neugierde. Try & Error ist hier keine Marketing-Floskel, sondern ein Must- Do, genauso wie ein Verständnis für die Technologie, die dahinter steckt.

Mut zur Technologie

 

Ein Blogger, der sich mit der Technologie hinter seinem Blog nicht auskennt, hat meistens einige Schwierigkeiten. Sich von Anfang an mit WordPress oder auch mit einem anderen System auseinanderzusetzen ist wichtig, um auch zu wissen, was man damit überhaupt alles machen kann, worauf man achten muss, usw. Man sollte sich trauen z.B. WordPress mit All-inkl zu installieren, auch mal ein Update zu machen oder ein neues Plugin auszuprobieren.

Genauso sollte man auch gewillt sein neue Soziale Netzwerke auszuprobieren und Tools zu nutzen. Es macht vor allem beim Bloggen Sinn, Dinge allen anderen zu testen, um zu sehen, ob es einem beim Bloggen hilft, um sich vielleicht damit auch einen Vorteil zu verschaffen.

 

Austausch mit anderen

 

Wer Zeit hat, kann sich alle Infos rund ums Bloggen im Netz zusammensuchen. Und trotzdem wird es nicht genug sein. Der Austausch mit anderen Bloggern ist genauso wichtig. Sie nur als Konkurrenz zu sehen, das ist besonders blöd. Man sollte sich gegenseitig helfen und unterstützen. So vermeiden alle die typischen Fehler, die man am Start macht, wie z.B. die beliebten Klassiker der Einstellung von Permalinks oder die Größe der Fotos am Blog. Diese Dinge lernt man in Workshops, kann man bei anderen nachfragen oder bei Blogger Events erfahren. Aber gerade bei den vielen Dingen, die man neu lernen muss, kann es schon passieren, dass man etwas vergisst. Deswegen: Immer wieder mit anderen Bloggern austauschen und nachfragen. 

 

Gehe deinen Weg: Blog – Kit  / Media Kit

 

Einfach drauf los bloggen war gestern, als es noch wenige Blogs gab. Heute muss man sich schon genauer überlegen, was der Blog sein soll, damit er nicht unter den vielen Blogs untergeht. Dazu muss man sich vor dem Start eine Art Blog-Kit  zusammenstellen. Bei dem beantwortet man die wichtigsten Fragen rund um den Blog, wie z.B.: Was findet man auf den Blog? Wen spricht man damit an? Wie sehen die Fotos aus? Wie möchte man die Bekanntheit steigern? Welche Eckpfeiler gibt es noch zu berücksichtigen? Möchte man Geld verdienen? Welche Ziele hat man sich gesteckt? Das ist quasi ein kleiner Business Plan für den Blog. Aus diesem kannst du dann auch später dein Media Kit basteln.

Das hilft von Anfang an auf einer Linie zu bleiben und sich nicht zu sehr von anderen Blogs ablenken zu lassen. Gehe deinen eigenen Weg!

 

Ein Jahr  – Halte durch!

 

Einen Blog zu starten, klingt irgendwie einfach. Es ist aber sehr viel Arbeit und vor allem mit viel Zeiteinsatz verbunden. Hat man sich mal für die Häufigkeit der Blogposts entschieden, sollte man auch dranbleiben. 2,3,4,5 mal in der Woche? Dann unbedingt durchhalten. Ein Jahr sollte man dem Start schon geben. Bis dahin hat man seine Prozesse optimiert und kann auch sehen, was gut funktioniert hat und was nicht. Es ist wichtig dem Projekt Blog auch eine reelle Chance zu geben, sich zu entwickeln. Wo wir auch gleich bei dem Topic “gemeinsam” wären – es ist einfach leichter dran zu bleiben, wenn man ein “Partner in crime” hat 🙂

 

Monetarisieren – Lass dir Zeit

 

In diesem Jahr sollte man sich auch Zeit nehmen, um den Blog zu monetarisieren. Klar kann man mit dem Blog bzw. mit dem Gelernten auf dem Weg zum Blogger / Influencer Geld verdienen. Aber genauso wie der Blog Zeit braucht, brauchst auch du Zeit, um zu sehen, wie du Geld verdienen kannst. Dabei geht es um Themen wie: Wie komme ich bei den Kunden an? Wie kann ich Kunden akquirieren? Welche Dinge möchte ich anbieten? Was kann ich gut selbst machen, was muss ich auslagern? Wieviel Geld muss ich verdienen? In einem Jahr lernt man viel und kann das dann auch richtig einsetzen. Daher. Am besten man hat einen “Brotjob” oder “Spielgeld” während der Zeit, wo man seinen Blog aufbaut. Auf dem Weg begleite ich einige Blogger als Coach und ich kann aus Erfahrung sagen: Das Jahr zahlt sich aus.

 

Zeit ist grundsätzlich ein wichtiger Faktor. Man sollte sich alles gut überlegen, den Blogstart planen und sich auch genau überlegen, ob Selbständigkeit überhaupt eine Option sein kann – ganz egal, ob mit dem Blog selbst oder mit seinem anderen Know-How. Was hier wichtig ist: Der Blog und die Inhalte sollten immer auf dein Ziel gerichtet sein. Damit du auch den Erfolg/ Misserfolg erkennen kannst.

 

Wenn du Fragen hast, einfach kommentieren!

 

 

Du bist dir noch nicht sicher, ob du deinen eigenen Blog starten solltest? Wir haben hier die Antwort, warum du das auf jeden Fall tun solltest!

 

 

Immer mehr Influencer bekommen gerade wegen fehlender Kennzeichnung bezahlter Inhalte Abmahnungen. Vor allem in Deutschland polarisiert dieses Thema immer mehr, vor allem seit es auch einige prominente Influencer getroffen hat. In einem unserer nächsten Beiträge geben wir dir Tipps für die richtige Kennzeichnung für Influencer. Nun stellt sich aber die Frage, warum die Kennzeichnung für dich als Influencer wichtig ist und warum du kennzeichnen solltest.

Rechtsgrundlage

In Österreich bestimmt das Mediengesetz das Verbot von Schleichwerbung und die Kennzeichnung bezahlter Inhalte.

„Ankündigungen, Empfehlungen sowie sonstige Beiträge und Berichte, für deren Veröffentlichung ein Entgelt geleistet wird, müssen in periodischen Medien als „Anzeige“, „entgeltliche Einschaltung“ oder „Werbung“ gekennzeichnet sein, es sei denn, dass Zweifel über die Entgeltlichkeit durch Gestaltung oder Anordnung ausgeschlossen werden können.“

Auch dein Blog oder dein Instagram-Account sind Medien, weshalb du gesetzlich verpflichtet bist, Inhalte für die du eine Gegenleistung bekommst, zu kennzeichnen. Und zwar so, dass das für deine Leser und Follower erkennbar ist. Natürlich bietet dieser Gesetzestext Schlupflöcher, da er schon lange bevor es Influencer, Blogs und Social Media gab, existierte. Trotzdem ist es immer besser, auf Nummer sicher zu gehen. Denn auch wenn die rechtlichen Grundlagen nur einer von vielen Gründen für die Kennzeichnung von Werbung sind, solltest du das trotzdem nicht außer Acht lassen. Denn war die Gesetzgebung hier eine Zeit lang noch wenig konsequent, wird falsches oder fehlendes Kennzeichnen nun bereits abgestraft. Das kann von einer Mahnung oder einen Bußgeld, bis hin zu einer Klage führen. Durch die mediale Aufmerksamkeit kann eine solche Abmahnung auch rufschädigend sein, wenn die Öffentlichkeit darüber diskutiert.

Bekannte Beispiele für Abmahnungen sind die Kanäle von Vreni Frost oder Cathy Hummels. Frost wurde abgemahnt, da sie Postings auf Instagram, für die sie keine Gegenleistung erhalten, auf denen sie aber für Marken wirbt, nicht als Werbung kennzeichnete. Ihr Fall sorgte sowohl in Deutschland, aber auch bei uns in Österreich für Aufsehen. Die Geschichte über ihre Abmahnung und laufende Entwicklungen teilt sie mit ihrer Community in den Highlights ihrer Instagramstories.

„Ich sehe es nicht ein, meine Authentizität zu verlieren indem ich alles kennzeichne, obwohl ich dafür keine Werbung mache, sondern lediglich meinen Followern Impressionen vermitteln mag.“

Das postete Influencerin Cathy Hummels vor rund 2 Monaten auf ihrem Instagram-Account, als auch sie eine Abmahnung bekam. In ihrem Fall ging es darum, dass sie alle ihre Beiträge – egal ob bezahlt oder nicht – kennzeichnen sollte. Cathy Hummels sah dadurch jedoch ihre Authentizität gefährdet und legte Widerspruch ein. Hummels zog den Widerspruch aber zurück, weil sie bei einer Kooperation mit einem Kinderwagenhersteller nicht richtig gekennzeichnet hatte. Auch hier in Österreich noch keine Abmahnungen vorgenommen wurden, ist Deutschland trotzdem ein Vorreiter in Sachen Influencer Marketing. Man kann sich schon mal darauf einstellen, dass das auch in Österreich bald kommen wird. Deshalb lieber einmal zu viel kennzeichnen als zu wenig.

Transparenz &  Schleichwerbung

Neben den rechtlichen Grundlage ist die Kennzeichnung für dich aber vor allem deshalb wichtig, um transparent gegenüber deinen Followern zu sein. Denn den Begriff  „Schleichwerbung“ kennt man zwar vor allem aus Filmen. Doch eigentlich ist jede fehlende Kennzeichnung werblicher Inhalte Schleichwerbung – also auch auf deinen eigenen Kanälen. Durch die Kennzeichnung ist es für deine Follower klar ersichtlich, für welche deiner Inhalte du eine Gegenleistung bekommen hast. Dabei geht es nicht darum, dass sie sich dann weniger für diese Inhalte interessieren, sondern darum, dass sie erkennen, welche deiner Inhalte nicht rein redaktionell sind. Durch deine Reichweite und deine Interaktion mit den Followern hast du großen Einfluss auf sie. Daher ist es wichtig, ihnen ehrlich und offen zu kommunizieren, wenn du mit dieser Reichweite Werbung für ein Unternehmen machst. Egal wieviel Reichweite du hast – du beeinflusst mit deinen Inhalten andere Personen, die sich auch von dir beeinflussen lassen wollen.

Bezahlte Inhalte haben grundsätzlich nichts mit weniger Authentizität zu tun, aber wenn du Auftrags-Werbung für eine Marke machst, sollten deine Follower auch wissen dürfen, dass es Werbung ist. Haben deine Beiträge mit kommerziellem Zweck also keine Kennzeichnung, ist das Schleichwerbung. Rufschädigend wird diese Schleichwerbung auch dann, wenn es für deine Follower klar erkennbar ist, dass es sich um Werbung handelt. Deine Follower haben das Gefühl, dass du sie „für dumm verkaufst“, weil es offensichtlich ist, dass es Werbung ist, und du es aber als redaktionelle Inhalte darstellst.

Professionalisierung & Selbstreflexion

Die richtige Kennzeichnung ist aber nicht nur für die Unternehmen mit denen du arbeitest, Gesetzgeber oder deine Follower wichtig, sondern auch für dich selbst. Durch die steigende Anzahl an Influencern ist es immer wichtiger, sich von Fake Influencern  und Werbeschleudern im Netz abzuheben. Die Kennzeichnung werblicher Inhalte bietet dir eine Möglichkeit, dich und deine Arbeit zu professionalisieren. So schaffst du eine Basis für eine gute Zusammenarbeit mit den Unternehmen und hebst dich durch diese Professionalisierung von Fake Influencern ab.

Die Kennzeichnung werblicher Inhalte soll auch dazu führen, dass du die Unternehmen, für die du wirbst, mit mehr Bedacht auswählst. So soll Bewusstsein dafür geschaffen werden, wieviel Werbung angebracht ist, und wann es einfach zu viel ist. Wenn du also jeden werblichen Content kennzeichnest, bekommst du ein Gespür dafür, wieviel Werbung du im Vergleich zu redaktionellen Inhalten du machst. Das hilft deiner Selbstreflexion und soll dich dabei unterstützen, auf ein optimales Verhältnis zu achten.

 

Dieser Beitrag enthält Affiliate Links

Einen Blog zu betreiben bedeutet sich ständig weiterzubilden und auch noch ständig Dinge zu ändern, damit der Blog  im Netz besser gefunden wird, man bessere Fotos, Videos & Content macht. Eines der wichtigsten Dinge ist es, bei Google auch immer vorn dabei zu sein und dazu gehört auch das zu tun, was Google sich von uns wünscht, um besser gefunden zu werden. Seit 2017 hat sich Google ganz stark auf das Thema „Sicherheit“ fokussiert. Da geht es einerseits darum, dass man die Nutzer schützen möchte, andererseits auch natürlich darum, dass man die Qualität im Web auch etwas hochschrauben möchte. Warum? Weil eine Webseite, die nicht ordentlich gewartet wird oder steinalt ist, einfach für Google auch keine Qualität hat. Diese Seiten werden – sobald es konkurrierenden Content gibt – weiter unten gerankt und auch dementsprechend schlechter bewertet. Neben dem Topic, dass man immer schauen sollte, dass man seine Webseite und seinen Blog up to date hält, sollte man auch so bald wie möglich auf eine sichere Verbindung (SSL / HTTPS) umstellen. Das signalisiert Google, dass deine Webseite / Blog sicher ist.

 

Was bedeutet eine „sichere Verbindung“?

SSL ist ein Protokoll bei dem die Daten zwischen der Domain und den Besucher verschlüsselt werden. Daher sind Kontodaten oder sonstige persönliche Daten nicht von Dritten abgreifbar. Dabei gibt es verschiedene SSL- Zertifikate die man nutzen kann und auch erwerben kann. Diese Sicherheit beim Datentransfer ist nicht nur für Nutzer wichtig, sondern auch für Google. Fast jeder hat wohl schon so eine „Warnung“ von Google ausgespielt bekommen die auf unsichere Webseiten hinweist. Das macht Google deswegen weil er die Qualität des Web und der Seiten die es anzeigt hoch halten möchte. Deswegen ist es auch so, dass Seiten mit einer SSL Verschlüsselung besser auf Google ranken als jene die keine haben. Und somit ist es wirklich wichtig die eigene Webseite oder Blog auf SSL umzustellen. Wie das geht, das zeige ich euch hier.

Begriffserklärungs-Dschungel

Bevor es weitergeht noch ein kleines Glossar rund um die Begriffe

SSL (Secure Sockets Layer)

Das Verschlüsselungsprotokoll sorgt dafür dass die Daten zwischen Webseite und Nutzer verschlüsselt werden.

HTTPS (Hypertext Transfer Protocol Secure)

Zeigt an dass ein SSL verwendet wird

Redirect – 301 / 302

Es gibt verschiedene Arten von Weiterleitungen im Web. Eine 301 Weiterleitung ist eine „langfristige Weiterleitung“ und wird dann eingesetzt wenn sich die Weiterleitung nicht mehr ändern wird. Eine 302 Weiterleitung ist eine temporäre Weiterleitung.

 

 

Den Blog auf SSL umstellen – eine Anleitung

 

  1. Backup erstellen
    Immer wenn wir eine Änderung auf dem Blog machen, heißt es: Back-up erstellen! Daher solltet ihr das gleich machen. Als Blogvault-Nutzerin gibt es immer ein automatisiertes Backup bei mir. Ich sehe aber sicherheitshalber nach ob auch das Backup gemacht wurde. Erst wenn ich mir sicher bin, dass ich eines habe, starte ich dann mit Updates & Änderungen. Außerdem solltest du dein Chache Programm abschalten um Probleme zu vermeiden.
  2. SSL Zertifikat bestellen & aktivieren
    Je nach Hoster gibt es unterschiedliche Möglichkeiten. Neben dem kostenlosen Let’s Encrypt Zertifikat gibt es einige, die etwas kosten. In meinem Fall zahle ich bei Hetzner €29 für meinen Blog pro Jahr. Wer aber ein All-Inkl-Hosting hat kann das kostenlose „Let’s Encrypt“ Zertifikat nutzen. Dieses bestellt man über die Konsole. Danach muss man diese einfach aktivieren oder vom Hoster aktivieren lassen.
  3. URL in den Einstellungen ändern
    Sobald das SSL Zertifikat aktiviert ist, kannst du auf deine Einstellungen auf WordPress gehen und dort deine URL ändern. Einfach das „s“ hinzufügen und speichern. Keine Sorge – deine Seite ist dann noch immer auffindbar.
  4. Datenbank ändern mit Plugin
    Nicht jeder möchte in eine MysQl Datenbank Dinge ändern. Damit du das nicht händisch machen und kodieren musst, gibt es das Plugin „Better Search and Replace“. Das solltest du dir an dieser Stelle installieren. Sobald das zu sehen ist, kannst du deine alte Adresse (in meinem fall http://www.weibi.at bei „search“ und bei „replace“ die neue mit https://www.weibi.at) eingeben. Ich würde im ersten Schritt testen, ob alles funktioniert und so Probleme vermeiden. Einfach den Haken unter „Test“ lassen. Danach zeigt dir das System an wie viele Einträge es gefunden hat. Wenn das passt, dann kannst du das Häkchen wegmachen und die Domain ersetzten. Je nachdem wieviele Einträge du hast, dauert das von 30 Sekunden bis 3 Minuten. Dann ist das fertig.
  5. Redirect einrichten auf HTTPS
    Als letzten Schritt solltest du deine HTACCESS Datei ändern. Sieht vielleicht im ersten Moment etwas erschrecken aus, ist aber halb so schlimm. Am einfachsten ist es wenn du dir ein FTP-Programm herunterladest. Als MAC-Userin bin ich eine riesige Freundin vom Programm Fetch, allerdings gibt es natürlich auch viele andere wie Filezilla & Co. Damit gehst du auf deinen Server und suchst nach der HTACCESS Datei. Die ladest du dir auf deinen Schreibtisch. Was nun meistens passiert: Du findest keine Datei, obwohl du sie schon öfter gespeichert hast. Das ist deswegen der Fall, weil die HTACCESS Datei eine sogenannte „versteckte“ Datei ist und somit auch nicht angezeigt wird. Damit du die Datei siehst, musst du diese sichtbar machen.

    • Sichtbar machen von Dateien am Apple
      Einfach auf Command + Leertaste drücken – die Suche geht auf. Danach suchst du „Terminal“ und machst das Programm auf. Hier gibst du die Zeilen“defaults write com.apple.finder AppleShowAllFiles 1″ ein und drückst Enter. Danach musst du über „Apfel -> Sofort beenden“ den Finder neu starten.
      Du solltest jetzt grau hinterlegte Files auf deinem Mac finden.

Und auch die HTACCESS Datei am Schreibtisch wird sichtbar. Diese öffnest du am besten mit Rechtsklick mit dem Programm „textedit“. Danach gibst du folgenden Code in die oberste Zeile ein:

<IfModule mod_rewrite.c>RewriteEngine On
RewriteCond %{HTTPS} off
RewriteRule (.*) https://%{HTTP_HOST}%{REQUEST_URI} [R=301,L]
</IfModule>

Danach abspeichern und die Datei wieder zu ihrem ursprünglichen Platz mit Fetch hochladen. Bevor du weitere Schritte setzt, solltest du gleich auf deinen Blog gehen und die Seite neu laden. Wenn alles funktioniert, hat es geklappt. Sollte ein Error herauskommen, siehe nach ob du in diesem Code etwas falsch gemacht hast. Wenn du es nicht findest, kannst du einfach den Schritt 5 rückgängig machen, bis du den Fehler gefunden hast.Jetzt solltest du noch im Terminal deine versteckten Dateien wieder unsichtbar machen. Einfach wieder den Terminal starten und:
„defaults write com.apple.finder AppleShowAllFiles 0“ eintragen und „Enter“ drücken. Wenn du wieder den Finder neu startest, sind die versteckten Dateien wieder weg.

  1. Google Search Console anpassen: Über die Google Search Console habe ich schon mal geschrieben. Das kostenlose Tool von Google macht es möglich, dass du immer weißt, wie Google deine Seite liest.  Hier kannst du einfach einen neuen Eintrag machen und die Sitemap einreichen.
  2. Google Analytics Link ändern: Bei Google Analytics solltest du nun auch noch den Link ändern. Daher einfach in die Property Verwaltung gehen und diesen auf https umstellen. Damit hast du das Wichtigste mal hinter dir 🙂
  3. Links zu deiner Webseite ändern: Nun heißt es auch die Links für deine Webseite überall dort zu ändern wo du zu deiner Webseite verlinkst. Also Pinterest, Instagram, Facebook, Signaturen & Co. Trage jetzt deine Links immer mit https:// ein. Auch wenn du Widgets oder Plugins hast, in die du deine Webseite eingetragen hast, solltest du das gleich ändern.
  4. Teste deine Seite: Bei Änderungen der Webseite heißt es: testen, testen & nochmal testen. Denn es kann sein, dass irgendwas die Performance stört. Ich bin ein GTmetrix Fan. Einfach die URL Eintragen und abwarten was das System sagt.

 

Fertig bist du! Es kann sein, dass du am Anfang ein paar Traffic-Einbußen hast, das legt sich aber wieder. Nur nicht verunsichern lassen.

 

Du hast einen Blog und dir ist das zu mühsam das selbst zu machen?

Melde dich bei uns! Wir stellen das für dich um. In unserem Shop kannst du die Umstellung kostengünstig buchen. Wenn du noch Fragen hast, kannst du dich gerne auch einfach bei uns melden.

 

Für Medienkonsumenten sollte immer klar erkennbar sein, welche Inhalte redaktionell verantwortet und welche kommerziell, sprich von Dritten bezahlt wurden. Doch wie sieht das bei Autoren aus, die im Internet tätig sind? Der Influencer Kodex ist eine einheitliche Lösung, der Konsumenten, Unternehmen aber auch Influencer durch eine Kennzeichnungspflicht schützt.

Warum braucht man den Influencer Kodex?

Immer mehr Unternehmen erkennen die Chance durch Kooperationen mit Digital Influencer ihre Bekanntheit, und so auch ihren Produktverkauf zu steigern. Diese Kooperationen verlangen aber auch nach einer klaren Regelung zum Schutz der Person, die am Ende das Produkt kaufen soll, dem Konsument. 

Doch bei der Masse an digital erstellten und verbreiteten Inhalten gibt es eine breite Qualitätsspanne, aber eine klare Kennzeichnung von abgesprochenen Inhalten und authentischen Berichten wird nur von wenigen Bloggern sauber vollzogen.

Vor allem dient der Influencer Kodex dazu, als Modul für die transparente und professionelle Zusammenarbeit zwischen Influencern und Unternehmen zu agieren.

Der Kodex ist ein Qualitätsmerkmal für Unternehmen, die nur mit Influencern zusammenarbeiten wollen, die sich ihrer Verantwortung gegenüber der Gesellschaft bewusst sind und, die durch die Einhaltung bestimmter Vorgaben den Arbeits-Standard mit Unternehmen und Organisationen heben wollen.

 

Was beinhaltet der Influencer Kodex?

Die Regelungen und Vorgaben dieses Kodizes fokussieren sich vor allem auf das Verhalten bei Produktsamples und bezahlten Beiträgen. Neben Richtlinien für das Verhalten der Influencer beinhaltet der Kodex auch Bedingungen für die Arbeit von Unternehmen. Das Regelwerk bringt außerdem zu den Themen Kooperationen, Werbung, Veranstaltungseinladungen, Gewinnspielen und Pressereisen auf den Punkt, was eine transparente Zusammenarbeit erfordert.

Neben Richtlinien in 6 Kategorien beinhaltet der Influencer Kodex zusätzlich 7 Grundprinzipien*, die bei einer Zusammenarbeit sowohl für Unternehmen, aber auch für Digital Influencer gültig sind.

Den gesamten Influencer Kodex kannst du dir hier (Link fehlt) downloaden und ansehen.

Was ist das Ziel?

Ziel des Influencer Kodex ist es, einen Standard in der Arbeit zwischen Digital Influencern und Unternehmen zu etablieren. Durch unsere langjährige Arbeit im Influencer Marketing und in der Zusammenarbeit mit Unternehmen und Influencern habenn wir festgestellt, dass bei der Zusammenarbeit mit Unternehmen oftmals Missverständnisse entstehen, Wünsche von den grundsätzlichen Möglichkeiten abweichen und zu hohe Erwartungen gestellt werden, sodass am Ende der Zusammenarbeit nicht alle Beteiligten zufrieden gestellt sind bzw. deren Erwartungshaltung nicht erfüllt werden konnte.

Der Influencer Kodex ermöglicht es Digital Influencern ihre Kooperationspartner über ihre Arbeitsweise zu informieren und soll so ein Signal für klare und transparente Kommunikation und Zusammenarbeit sein. So soll eine solide, transparente, faire und offene Basis für die Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Digital Influencern geschaffen werden.

Wie kann man mitmachen?

Der neue Influencer Kodex ist nur die erste Veränderung. Wir haben auch unsere Webseite umgestaltet und erneuert. Am Ende wird es wieder einen Kodex Badge geben, dann man bei uns anfordern kann. Wir prüfen dann, ob du dich bei deiner Arbeit auch an die Richtlinien des Influencer Kodex haltest. Dann bekommst du von uns den Kodex Badge zugeschickt, dann du auf deinem Blog oder deinen sozialen Netzwerken einbauen kannst. Dieser Badge gilt als Gütesiegel für deine Arbeit und soll anderen Influencer, aber auch Agenturen und Unternehmen zeigen, dass du für eine solide, transparente, faire und offene Zusammenarbeit zwischen Influencern und Unternehmen stehst.

Instagram ist unter Bloggern schon längst eines der beliebtesten soziale Netzwerke um Fotos zu teilen. Auch Unternehmen nutzen es um rund um ihre Marken & Produkte Geschichten zu erzählen und saisonale Themen kreativ aufzugreifen. So findet man Red Bull, Swarovski, Runtastic oder Bipa in der Foto Community – um nur einige zu nennen.

Wer auch Instagram nutzen möchte, für den haben wir hier einen kurzen 10 Schritte Guide gemacht, wie man am besten beginnt.

1. Account anlegen

Die App für iOS oder Android installieren. Nur über die App können Fotos hochgeladen, bearbeitet und geteilt werden. Es gibt viele andere Apps ,mit denen man die Inhalte überwachen kann, aber eben nur die Instagram App macht es möglich, auch Fotos zu publizieren.

2. Profil ausfüllen

Erstmals wird ein quadratisches Profilbild gebraucht. Die Größe muss mindestens 110×110 Pixel betragen. Danach gibt es noch Platz für einen kurzen Text und den Link zur Unternehmenswebseite. Hier heißt es: Viel Information in wenig Text packen. 

 

 

3. Erste Fotos machen

Ein paar Fotos sollten schon im Account publiziert werden bevor man auf die Suche nach passenden Usern zum Folgen geht. Um die Zeit zu überbrücken kann sich auch ein Countdown eignen, bei dem jeden Tag ein Bild mit den noch verbleibenden Tagen gepostet wird.

4. Fotos vom Computer hochladen

Natürlich kann man auch schon vorhandene Fotos hochladen. Die Fotos am besten in die iCloud oder Dropbox laden und dann auf das Smartphone speichern. Anschließend kann man über Instagram das Foto online stellen.

5. Fotos bearbeiten

Das Praktische an Instagram: Man kann die Fotos gleich mit der App bearbeiten. Dabei hat man eine große Auswahl an Filtern und Einstellungen, die man durchprobieren kann. Es gibt auch zahlreiche andere Apps mit denen man auch Schriften einbinden oder Collagen zu machen kann. Zwei sehr hilfreiche sind z.B. Camera+ oder Moldiv.

6. Timing – Wann posten?

In Social Media ist Timing sehr wichtig. Während man bei Facebook oder Twitter die Mittagszeit sehr stark nutzen kann, ist es bei Instagram eher 17 oder 18 Uhr. Wobei – das sollte man immer austesten. Jede Zielgruppe ist anders. Manchmal kann es sich auch auszahlen, mitten in der Nacht zu posten, wenn der Rest der Instagram-Community schläft.

7. User Folgen

Hat man ein paar Fotos, kann man sich auf die Suche machen passenden Usern machen, denen man folgen möchte, weil sie ähnliche Interessen haben oder passende Produkte anbieten. Dabei kann man sich durch Hashtags helfen um User zu finden oder man sieht in die „Following“ Seite eines interessanten Users um dessen Lieblingsaccounts zu finden.

8. Hashtags nutzen

Hashtags sind bei Instagram nützlich um interessante Posts zu bestimmten Themen zu finden. Dabei sollte man es mit den Tags nicht übetreiben. Maximal 5 Hashtags sollten genutzt werden, sonst wirkt es wie Spam. Bekannte Hashtags sind z.B: • #throwbackthursday or #tbt
• #ootd (Outfit of the Day)
• #selfie
• #FromWhereIStand Eine Liste der am meisten genutzten Hashtags findet man bei Websta

9. Analyse – Was ist ein gutes Ergebnis?

Nimmt man die Benchmark von großen Unternehmen, liegt die Likes-Rate bei ca. 3,7%. Daher kann man anhand seiner Likes sich ein Ziel setzen – Hat man 800 Follower sind 30 Like eine solide Basis. Ein gutes Tool in diesem Bereich ist z.B. iconosquare

10. Regelmäßigkeit ist alles

Wichtig bei Instagram ist es, regelmäßig zu posten. Dabei sollte 2 bis 6 mal am Tag gepostet werden und auf die Uhrzeiten geachtet werden.

 

Viel Spaß auf Instagram!

Noch Fragen – einfach ein Kommentar hinterlassen!

Schon unsere Workshops gesehen? 

Seitenaufrufe, Unique User, Click-Through-rate, Aktivitätsrate, Reichweite, Sitzungsdauer, Absprungrate, Seiten / Sitzung – schön und gut, aber was brauche ich und was nützt es mir? Ein Blog über Daten und Statistiken und was nun wirklich wichtig ist.

Als Bloggerin möchte man vor allem viel Reichweite generieren. Das bedeutet, dass so viele Menschen wie möglich den eigenen Blog, den Facebook-Post, das Instagram-Foto und das Youtube-Video aufrufen. Allerdings ist es nicht unbedingt das, was tatsächlich relevant ist. Ein Facebook-Post, der 10.000 mal angezeigt, aber nur einmal geliked wurde, wurde wahrscheinlich im sozialen Netzwerk nicht den passenden Usern angezeigt. Das sagt viel aus – in diesem Fall vielleicht auch, dass der Facebook-Algorithmus nicht die passende Zielgruppe ausgewählt hat.

Wie sagt man so schön „Glaube keiner Statistik, die du nicht selbst manipuliert hast“ – und das sollte man sich auch bei Zahlenspielen mit den eigenen Blog-Kennzahlen zu Herzen nehmen. Zahlen sagen nur etwas aus, wenn man sie im Gesamtkontext sieht. Das sollte man als Blogger auch wissen.

Wie soll ich meine Zahlen messen?

Auch wenn die Zahlen oft größer sind, wenn man andere Tools verwendet: Business-Standard ist das kostenlose Google Analytics Tool. Egal ob als Blogger oder als Unternehmen, sollte man sich hier die Zahlen ansehen. Sie sind recht sicher, gut mit anderen vergleichbar und sehr übersichtlich gestaltet.
Die Social Media Netzwerke haben ihre eigenen Tools, und es reicht auch manchmal, die Account Follower unter die Lupe zu nehmen.

Welche Zahlen sind relevant?

Vorab sei gesagt: Die Zahlen, die man weitergibt, gehören in Kontext gebracht. Die Seitenaufrufe sagen für sich allein nichts aus und sollten auch in keinem Fall allein zur Messung des Erfolges eines Blogs herangezogen werden. Dies wird oft als Kennzahl weitergegeben, weil es eine große Zahl ist, allerdings ist sie meistens nicht aussagekräftig genug. Sie zählt nur, wie oft eine Seite aufgebaut wurde, und gibt keine Auskunft darüber, wie viele Besucher tatsächlich auf der Seite waren. Wichtig sind hier auch die Unique Visits, ebenso wie die Seitenaufrufe pro Sitzung und die Dauer pro Sitzung, um einen Einblick auf das Userverhalten auf dem Blog zu bekommen. Hat man viele Seitenaufrufe pro Sitzung, sind die Leser vor allem an den Inhalten interessiert, und wenn man lange Sitzungsdauern vorweisen kann, bedeutet das, dass die User auch wirklich die Inhalte lesen und nicht nur die Fotos ansehen. Je nachdem was man für ein Ziel hat, sollte man sich das auch genauer ansehen.

Wo erfahre ich mehr über meine Nutzer?

Beschäftige dich mit Google Analytics. Sieh dir die Daten über deine Nutzer an: Woher sie kommen , wie viele Seiten sie aufrufen, welche Artikel sie interessant finden usw. Schau dir auch an, wo deine Leser den Blog betreten (also über welchen Artikel sie auf deinen Blog kommen), und wohin es sie nachher verschlägt, usw. Beschäftige dich intensiv mit den Nutzern und warum sie auf deiner Seite landen. Oftmals kann man da erkennen, worüber man öfter schreiben sollte, welche Themen die regelmässigen Leser interessieren, und womit man einfach mehr Leser erreichen könnte. Just do it!

Welche Blog-Kennzahlen sende ich an meine Kooperationspartner?

Jeder Blogger braucht ein Media-Kit. Ich selbst bin ein Fan von One-Pagern, in denen man kurz erklärt was man macht und in einer zweiten Seite die Preise dazu beschreibt. Um vergleichbar mit anderen Blogs zu sein, sollte man unbedingt die Zahlen von Google Analytics des letzten Quartals / Halbjahres hinzufügen. Eine Option ist es auch, die letzten drei Monate zu nehmen und den Trend abzuleiten. Dabei sollte folgendes nicht fehlen:

– Unique Visitors
– Seitenaufrufe
– Sitzungsdauer
– Die stärksten Beiträge

Und welche Social Media Daten sollte ich kommunizieren?

Social Media sind so eine Sache. Leider wurden und werden oft Follower gekauft und somit ist es recht undurchsichtig, wer nun den besseren Social Media Account hat. Als Blogcoach kann ich nur jedem abraten sich Follower zu kaufen – es verwässert die Aktivität auf dem eigenen Account und es macht bei wissenden Unternehmen keinen guten Eindruck. Wer 3500 Follower hat, aber nur 4 Likes auf jedem (eigenem) Bild auf Facebook oder Instagram, und null Kommentare, läuft Gefahr, rasch als „Käufer“ entlarvt zu werden. Bei Instagram sieht man es meistens besser als bei Facebook, da Facebook sehr stark von Uhrzeiten und Followern abhängt. Bei Instagram erreicht man über Hashtags oder Orte oft mehr Follower, so dass hier auch mehr Interaktion möglich ist. Wer 13.000 Follower bei einem Account sieht und 30 Likes auf einem Bild kann sich sicher sein, das diese Follower gekauft sind. In Sachen Lifestyle-Blogs liegt die Interaktionsrate bei Instagrammern durchschnittlich bei 2,5-5% – wer drüber liegt macht einen tollen Job. Wer allerdings unter 1% liegt bei dem kann man annehmen, dass es keine „echten“ Fans sind. Wer sich die eigene oder fremde Interaktionsrate ausrechnen möchte – das geht so:

1.

z.B. Summe der letzten 10 Likes auf Instagram- Fotos / 10 = Durchschnittliche Like-Rate

Instagram-Kennzahlen-Tipps-August

2.

(Durchschnittliche Like-Rate* 100) / Anzahl der Abonnenten = durschnittliche Interaktions-Rate

Instagram-Kennzahlen-Interaktion-Tipps-AugustUnd sonst?

Betreibt man einen Newsletter, wäre die Anzahl der Öffnungs-und Click-Rate interessant. Auch ist es ganz nützlich, für sich selbst zu messen, wie oft auch wirklich etwas gekauft wird, was man in seinem Blog mitteilt, z.B. durch die Affiliate-Links.

Wichtig ist es, seine Daten selbst anzusehen und genau zu strukturieren. Noch wichtiger ist es, mit dem Kunden offen und ehrlich umzugehen. Geschäftsbeziehungen jeglicher Art sollten ehrlich aufbaut sein – das gilt auch für die eigenen Social Media Accounts.

Qualität vor Quantität

Unternehmen möchte ich hier raten, nicht nur Influencer anhand von hohen Zugriffszahlen oder Followern zu messen, sondern besser anhand von Kennzahlen, die mehr aussagen, wie z.B. über die Interaktions-Rate, aber auch über die Zielgruppe ( z.B. bei Nischen), oder auch die USP des Influencers selbst. Manche Blogger streben keine 100.000 Leser im Monat an, sondern ziehen 5.000 Leser vor, die genau die Information suchen, die auf dem Blog zu finden ist.

Wir beschäftigen uns immer wieder in der August Academy mit dem Thema „Zusammenarbeit mit Unternehmen.“ Fast jeder Blogger, Instagrammer oder YouTuber hat auf lange Sicht gesehen, Interesse mit Unternehmen zusammenzuarbeiten und Kooperationen einzugehen. Eine Zeit lang war es gerade am Anfang besonders schwer, Kooperationsangebote von Unternehmen zu bekommen, da immer dieselben Blogger & Influencer von Unternehmen bevorzugt werden. Doch immer mehr Unternehmen und Marken erkennen die Macht von Micro Influencern, die zwar meist nicht zu den Big Playern mit Tausenden an Followern gehören, sich aber bewusst auf eine Nische fokussieren und ihre ausgewählte Zielgruppe optimal erreichen.  Gerade „kleinere“ Influencer, oder Blogger, die erst gestartet haben, sind bei den ersten Kontakten mit Unternehmen häufig unsicher und wissen nicht, wie sie sich verhalten sollen. Aber auch professionelle Influencer, die schon lange im Business sind, verhalten sich oftmals falsch, wenn es um die Zusammenarbeit mit Unternehmen geht.

Wenn man jedoch die Zusammenarbeit mit Unternehmen anvisiert, sollte man sich vorab ein paar Verhaltensregeln bewusst machen. Wir haben hier 6 Verhaltenstipps für Blogger für die Zusammenarbeit mit Unternehmen zusammengefasst.

Transparenz 

Bei Kooperationen mit Unternehmen – egal ob Sponsored Post, Banner Werbung oder Affiliate Link – ist gegenseitige Transparenz das A und O. Das beginnt bei der Offenlegung wesentlicher Kennzahlen im MediaKit (dazu kommt bald ein Blogpost – stay tuned ✌🏻 ), über die Aufklärung der gegenseitigen Erwartungen bis hin zum abschließenden Monitoring. Zu transparentem Verhalten gehört auch Festlegung von Handlungsrichtlinien. Wie werden die einzelnen Formen der Zusammenarbeit gekennzeichnet? Welches Wording wird verwendet? Wie wird mit negativen Kommentaren / Kritik umgegangen? 

Fairness

Ganz klar: Man kann nicht immer jeden mögen! Man sollte jedoch nie bei Gesprächen oder Kooperationen mit Unternehmen abschätzig oder schlecht über andere Unternehmen, aber auch nicht über BloggerkollegInnen reden. Das macht immer schlechten Eindruck – denn woher soll das Unternehmen wissen, dass man mit andern Unternehmen nicht so über sie redet? Außerdem ist es nicht sehr fair der eigenen Bloggercommunity gegenüber, in der man sich doch eigentlich gegenseitig wertschätzen und unterstützen soll.

Freundlichkeit

Wer freundlich ist, kommt weiter. Ist auch im Bloggerbusiness so. Die meisten Leute erwarten diese Freundlichkeit natürlich nicht nur bei Zusammenarbeit mit Unternehmen, sondern auch in allen anderen alltägliche Situationen, bei denen mehrere Parteien zusammenarbeiten. Dennoch kommt es nicht selten vor, dass sich Unternehmen über unangebrachtes Verhalten und Unhöflichkeit diverser Blogger beschweren. Das schadet aber nicht nur dem Blogger selbst, sondern wirft auch ein schlechtes Bild das die gesamte Blogosphäre. Also auch wenn etwas nicht so läuft, wie ihr euch das vorstellt: Immer höflich bleiben und das Problem sachlich regeln.

Kommunikation auf Augenhöhe

Kommunikation auf Augenhöhe ist hier keine Frage der Hierarchie. Auch zwischen einem Chef und seinen angestellten ist Kommunikation auf Augenhöhe als wesentliche Verhaltensregel. Dies gilt auch für Kommunikation zwischen Bloggern und Unternehmen. Kooperationen sind immer eine Art Gegengeschäft – Entgelt gegen Markenbekanntheit, Produkt Sample gegen Affiliate Link. Wie in jedem Geschäft geht es auch bei der Zusammenarbeit mit Unternehme immer um Geben & Nehmen beider Parteien. Ziel ist es, eine Win-Win Situation für beide zu erreichen, so dass alle zufrieden sind. Um das zu erreichen, müssen beide Kooperationspartner als gleichwertig angesehen werden und auch so miteinander kommunizieren. Dabei geht es vor allem um Wortgebrauch, Gestik und Mimik.

Personalisierung / Individualität

Jede Kooperation ist anders, genauso wie jedes Unternehmen. Es funktioniert nicht, alle gleich anzusprechen und alle gleich zu behandeln. Genauso, wie sich Blogger von Unternehmen personalisierte Ansprachen wünschen, genauso erwartet auch jedes Unternehmen eine andere Ansprache. Also am besten keine vorgefertigten E-Mails rausschicken, sondern immer sich am besten den Namen der Ansprechperson raussuchen und darauf achten ob man mit einem etablierten Unternehmen oder einem kleinen StartUp kommuniziert. Neben der Personalisierung auf  Kommunikationsebene mit dem Unternehmen, ist diese auch bei der Umsetzung der Kooperation sehr wichtig. Jeder Kunde verfolgt mit einer Bloggerkooperation ein anderes Ziel. Jede Marke steht für etwas anderes. Gerades deswegen ist hohe Individualität ein wesentlicher Erfolgsfaktor für jede Kooperation.

Ehrlichkeit

Nur wer ehrlich und offen mit seinen Kooperationspartnern umgeht, hat die Möglichkeit, auch langfristig erfolgreiche Kooperationen zu führen. Gerade bei Affiliate Links und Do-/No-Follow Links neigen Blogger häufig dazu, die rechtlichen Grauzonen für sich zu nutzen.  Doch man kommt als Blogger auch dann weiter, wenn man aufrichtig und ehrlich arbeiten – vielleicht nicht so schnell – aber auf jeden Fall langfristig erfolgreicher. Dazu gehört auch, keine verfälschten Zahlen an Unternehmen zu schicken. Natürlich können Unternehmen diese Zahlen meist nicht überprüfen, trotzdem sollte man als professioneller Blogger auch so verhalten und seine tatsächlichen Zahlen preisgeben. Denn jede Lüge kommt irgendwann ans Licht.

 

Einige dieser Aspekte finden sich übrigens auch in unserem neuen Lifestyle Blogger Kodex. Dieser bekommt gerade noch seinen letzten Schliff – wir freuen uns schon darauf, ihn euch vorzustellen!

Angelehnt an: Firnkes, Michael: Blog Boosting. 2011.