Im Zuge unserer August Academy hören wir nicht selten, dass Influencer gerade am Anfang häufig das Problem haben, die richtigen Preise zu definieren. Dabei ist die richtige Preissetzung ein entscheidender Faktor, wenn man mit seinem Account langfristig erfolgreich sein will und damit auch Geld verdienen möchte. Aus diesem Grund haben wir hier 5 Tipps für dich zusammengefasst, die dir bei der richtigen Preissetzung helfen sollen.

Grundpreise kalkulieren und festlegen

Um deine Preise definieren zu können, solltest du auf jeden Fall einmal einen Stundensatz für deine Arbeit festlegen. Dieser kann stark variieren, abhängig von deinen Kompetenzen, deinen persönlichen Zielen aber auch von deiner Zielgruppe. Der Stundensatz von Influencern liegt meist zwischen 50 € und 200 €, kann aber in manchen Fällen auch darunter oder drüber liegen. Um deine Grundpreise festlegen zu können, solltest du dir ein paar Fragen beantworten:

  • Was ist meine Arbeit wert?
  • Wieviel möchte ich gerne monatlich verdienen? Wieviele Kooperationen brauche ich dafür?
  • Wieviel wäre ich bereit, für meine Arbeit zu bezahlen?
  • Welcher Aufwand ist mit meiner Arbeit verbunden? (z.B.: Muss ist vielleicht irgendwo hinfahren, um Fotos zu machen?)

An diesen Grundpreisen solltest du auf jeden Fall festhalten. Damit du weißt, was du ungefähr als Grundpreis definieren kannst, solltest du dir die Kosten für unterschiedliche Arten von Kooperation durchrechnen. Anschließend muss du schauen, ob das dem entspricht, was du dir vorstellst und ob das auch realistisch ist. Wichtig ist dabei, auf keinen Fall zu günstig zu sein, um die Preise der Konkurrenz runterzudrücken. Das mindert nicht nur den Wert deiner eigenen Arbeit, sondern kann auch dem Ruf der ganzen Branche schädigen.

Orientiere dich an deinen Kennzahlen

Wenn du Probleme damit hast, den Wert deiner Arbeit zu schätzen, kannst du dich an deinen Blog- und Social Media Kennzahlen orientieren. Dabei helfen dir vielleicht unsere Blogposts zu Blogkennzahlen und zu Social Media Kennzahlen. So kannst du nicht nur eine Richtung für deinen Stundensatz bekommen, sondern auch genaue Preise für spezielle Anfragen, wie einen Instagram Post, einen Beitrag auf Facebook, ein YouTube-Video oder einen Blogbeitrag kalkulieren. Neben dem von dir definierten Stundensatz kannst du je nach Reichweite deines Kanals individuelle Zusatzkosten ergänzen. So wirst du beispielsweise für einen Affiliate Link auf YouTube, wo du nur 200 Abonnenten hast, nicht so viel verlangen, wie für ein Affiliate in deinen Instastories mit 1000 Views.

Setze auf deine Erfahrung

Wir werden oft gefragt, ob es nicht doch eine Formel gibt, mit der man ganz einfach die Preise für seine Dienstleistungen berechnen kann. Natürlich gibt es einfach Wege, seine Preise zu bekommen. Allerdings können wir aus Erfahrung sagen, dass es immer besser ist, seine Preise praxisorientiert festzulegen und sich nicht auf theoretische Formeln zu verlassen. Je mehr Erfahrung zu du dabei hast, umso einfacher wird, denn umso besser kennst du die Seite der Kunden und weißt, was realistisch ist und was nicht. Trotzdem kannst du auch schon zu Beginn versuchen, die in die Position deiner Kooperationspartner hineinzuversetzen, um zu verstehen, wie du die Preise richtig setzt. Nichts desto trotz solltest du dich niemals von Unternehmen unter Druck setzen lassen. Auch wenn es empfehlenswert ist, seine Preise am Kunden zu orientieren, solltest du dich nie unter deine Schmerzgrenze drücken lassen. Bloggen ist Arbeit und eine Dienstleistung, die fair entlohnt werden muss. Verhandeln ist o.k. – und zwar auf beiden Seiten – aber gratis gibt es auch im Blogger Business nichts, und das muss auch Unternehmen verstehen.

Klare Regeln bei Rabatten

Besonders bei bekannten Unternehmen neigen Influencer dazu, Rabatte und Vergünstigungen auf ihre Dienstleistungen anzubieten, damit diese mit ihren zusammenarbeiten. Grundsätzlich spricht nichts dagegen, vergünstigte Angebote zu machen, wenn man selbst gerne mit ihnen zusammenarbeiten möchte. Auch bei einer langfristigen Zusammenarbeit ist es durchaus üblich, die Kosten zu senken, da es sich hier um einen Dauerauftrag handelt, da von dem auch der Influencer profitiert. Trotzdem solltest du dir als Influencer vorab klare Regeln aufstellen, wie du mit Rabatten umgehst und wie du diese verteilst. Ansonsten kann es passieren, dass du deine Rabatte willkürlich wählst und am Ende nicht das verdienst, was du eigentlich möchtest. Und auch Unternehmen reden miteinander, was dazu führen kann, dass du den Ruf bekommst, dass man bei dir die Preise immer gut runterdrücken kann. Also Vorsicht!

Laufende Selbstreflexion

Nicht jeder Blogger verlangt vom ersten Tag an 500 € für einen Blogbeitrag. Genauso wie jemand, der seit Jahren erfolgreich auf Instagram ist, einen Post für 50 € teilt. Deshalb ist es wichtig, dich regelmäßig selbst zu reflektieren. Je besser deine Kennzahlen sind, umso mehr sind Unternehmen bereit zu zahlen. Es ist also nicht verwerfliches daran, deine Preise regelmäßig an deine Kompetenzen anzupassen und sie zu erhöhen. Wichtig ist dabei nur, ehrlich zu sich selbst zu sein und sich selbstreflektiv zu betrachten. Außerdem solltest du keine zu großen Preissprünge in kurzer Zeit machen, das wirkt schnell unprofessionell. Wichtig ist nur, dass du die Preisveränderung vor dir selbst rechtfertigen kannst – du musst das niemals vor einem Kunden tun.

2 Kommentare
  1. Niclas
    Niclas sagte:

    Finde das ganze Thema doch sehr spannend, zumal es ja doch immer mehr Influencer gibt, die auf diese Art und Weise ihr Geld verdienen. Da finde ich es interessant zu erfahren, wie sich deren Preise zusammensetzen.

    Antworten

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