Es ist ein „Buzzword“ geworden in diesem Jahr. Kaum eine Online Marketing Veranstaltung kommt ohne das Thema „Influencer Marketing“ aus. Ein Thema das für viele interessant ist und für viele auch ein wirklich sinnvolle Investition. Aber natürlich (so wie alles im Online Marketing) nicht für jeden die perfekte Lösung ist. Ich beschäftige mich schon einige Jahre mit dem Thema , egal ob als Bloggerin oder als Agentureigentümerin. Und ich kann sagen, es hat sich sehr viel verändert. Gott sei Dank, muss ich dazu sagen. Wenn ein Begriff einmal in aller Munde ist, dann hört man dazu auch oft Sachen wie, „Das musst du machen“ und „The next big shit“. Allerdings ist Influencer Marketing nichts Neues. Aber was neuer ist, sind die Medien mit denen man Influencer Marketing betreiben kann und die Menschen, die diese Medien bedienen. Und da stellt sich dann oft die Frage: Warum sollte man ein Budget in Influencer Marketing investieren?

Es gibt viele Gründe, die für Influencer Marketing stehen. In welchem Ausmaß man Influencer Marketing betreiben sollte, ist je nach Unternehmen und Produkt unterschiedlich. Hier ist Kreativität gefragt – nicht nur bei den Inhalten, sondern auch bei der Auswahl der passenden Influencer.

Aber warum denn nun Influencer Marketing? Warum sollten Unternehmen Geld dafür investieren? Im Hinblick auf die Kommunikation gibt es dafür viele Gründe, hier mein Top 5:

Zielgruppen dort ansprechen wo sie sich aufhalten & zuhören

72% der Konsumenten hören auf Empfehlungen, auch von Dritten. Nur wo lesen oder hören sie diese Empfehlungen? Bei Bloggern, Vloggern, Instagrammer & Co, denen sie folgen, die sie emotional berühren und mit denen sich in manche Fällen auch identifizieren. Sie sehen was sie machen, fragen nach wie es funktioniert und treten in den Dialog mit Influencern, die ihnen Tipps geben oder die sie einfach nur inspirieren.

Die Sprache nicht lernen, sondern sprechen lassen – Von Mensch zu Mensch

Als Unternehmen hat man eine Webseite, eine Facebook Seite, einen Instagram Account, usw. Wer sich an die Anfänge von Facebook erinnert, weiß, dass viele Unternehmen versucht haben, mittels “fiktiven Persönlichkeiten“ mit ihren Kunden zu kommunizieren. Um dem Kunden das Gefühl zu geben nicht mit einer Verpackung oder einem Slogan zu kommunizieren, aber mit einem Menschen oder zumindest einen Roboter. Das ging meistens recht schief. Die Zielgruppe möchte nicht mit Meister P sprechen – das Putzmittel soll funktionieren.
Anders sieht es aus wenn die Videos und die Blogposts des Influencers, den man gerne ansieht und dem man jeden Tag folgt, genau die eigene Sprache sprechen. Dem glaubt man, dem vertraut man und von diesem holt man sich auch gerne Tipps.

Das Produkt aus einer neuen Perspektive zeigen

Man selbst kennt sein Produkt sehr gut, aber oft ist man fast schon etwas Betriebsblind. Es kann womöglich mehr, kann interessanter verpackt werden oder hat auch einen Nutzen, den man bisher noch nicht als wichtig erachtet hat. Wer das am Besten macht? Jemand der das Produkt liebt. Influencer, die Produkte oder Brands lieben, sehen diese aus einer anderen Perspektive, können neue Dinge erzählen und machen es somit spannender. Und außerdem bekommt man auch noch ein Feedback, das man direkt in seine Kommunikation oder sogar Produktentwicklung einfließen lassen kann.

Emotionale Kommunikation

Menschen emotional berühren, ihnen Freude, Liebe, Hoffnung, Wünsche oder Träume geben – das ist als Brand oder Produkt, das nur über sich selbst spricht, kaum möglich. Meistens auch nicht wirklich authentisch. Influencer erzählen Geschichten von sich oder anderen, sie zeigen ihre Gefühle auf ihren Kanälen und verursachen dadurch Emotionen bei ihrer Community.

Content, Kanäle & Spread

Die Inhalte die Influencer erstellen sind anders als die, die eine Marke sich selbst erlauben würden. Diese Inhalte überschreiten oft die Kommunikations-Guidelines. Der Umgang von Influencern mit Brands oder Produkten ist anders – vor allem „freier“. Vor allem weil ein Influencer (in den meisten Fällen) nicht auf dem fremden Kanal arbeitet, sondern auf seinem eigenen. Und dort macht er das, was ihm und seiner Community gefällt – das was sie fasziniert, inspiriert und ihnen Freude bereitet.

Noch was? Ja, hier gibts noch viel mehr zu erzählen. Ich habe in diesem Beitrag absichtlich alles rund um Reichweite, Zahlen, Verkäufe & Co. ausgelassen – das kommt noch in einem anderen Post.

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